Kiewer Drohnenangriffe: Evakuierungen wegen Raffinerie-Brand

    Keystone-SDA
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    Russland,

    In der südrussischen Hafenstadt Tuapse ist nach einem ukrainischen Drohnenangriff Behörden zufolge erneut ein grosses Feuer in einer Ölraffinerie ausgebrochen.

    Tuapse Brand
    In einer Ölraffinerie in Tuapse brennt es. - X/@nexta_tv

    Gebietsgouverneur Weniamin Kondratjew sprach von einer ernsthaften Notfallsituation. Menschen, die in den Strassen nahe der Raffinerie leben, werden nach Angaben von Bürgermeister Sergej Bojko wegen der Gefahr, dass das Feuer sich ausbreitet, evakuiert.

    Der Kiewer Generalstab bestätigte in sozialen Medien unter anderem einen erneuten Angriff auf die Raffinerie. Das Unternehmen sei an der Versorgung der russischen Streitkräfte in der Ukraine beteiligt, hiess es zur Begründung. Kampfdrohnen hätten das Gelände der Anlage getroffen, ein Feuer sei ausgebrochen.

    Ölanlagen der Stadt waren schon mehrfach Ziel ukrainischer Angriffe. Seit Wochen kommt es deswegen zu Bränden und auch zu schweren Umweltschäden. Zuletzt war es über mehrere Tage nicht gelungen, ein Feuer zu löschen, Behörden riefen Menschen dazu auf, Aufenthalte im Freien zu vermeiden.

    Grenzwerte für Benzol, Xylol und Russ in der Luft wurden selbst nach offiziellen Angaben um das Doppelte bis Dreifache überschritten. Als es regnete, schlugen sich die Ölpartikel in der Luft in schwarzen, schmierigen Flecken nieder, die Häuser und Autos verschmutzten – auch Menschen und Tiere litten darunter. Ölprodukte gelangten auch ins Schwarze Meer.

    Im russischen Gebiet Belgorod an der Grenze zur Ukraine wurden Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow zufolge bei ukrainischen Drohnenangriffen drei Menschen getötet. Demnach erlag ein Mann im Dorf Wosnessenowka bei einem Einschlag in ein Auto seinen Verletzungen. Im Dorf Bobrawa seien eine Frau und ein Mann ebenfalls bei einem Einschlag in ein Auto ums Leben gekommen, ihr 16-jähriger Sohn, der demnach auch in dem Fahrzeug sass, sei ins Spital gebracht worden. Bei einem anderen Einschlag seien zwei Menschen verletzt worden.

    Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte am Morgen mit, dass in der Nacht 186 ukrainische Drohnen abgewehrt worden seien – auch über den Gebieten Krasnodar und Belgorod. Zu Schäden macht das Ministerium keine Angaben.

    Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen eine grossangelegte russische Invasion. Für Russland sind Einnahmen aus dem Ölexport wichtig zur Finanzierung seines Angriffskriegs, die Ukraine nimmt daher diesen Wirtschaftszweig als Teil ihres Abwehrkampfs ins Visier. Die Zahlen der Opfer und das Ausmass der Schäden stehen in keinem Verhältnis zu den verheerenden Kriegsfolgen russischer Angriffe in der Ukraine.

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    Kommentare

    User #5444 (nicht angemeldet)

    Die Ukrainer sind aber nicht gerade Umweltfreundlich!

    User #7347 (nicht angemeldet)

    Die Ukis haben wieder voll ins Schwarze getroffen. Hehehe. LOL.

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