Deutschland einer der beliebtesten Studienorte für Ausländer

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    Deutschland bleibt weltweit einer der beliebtesten Studienorte für Ausländer.

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    Bibliothek der Technischen Universität Berlin - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Verbände erwarten rasche Erholung des Austauschs nach Corona-Knick.

    Rund 320.000 internationale Studierende waren im Wintersemester 2019/20 an deutschen Hochschulen und Universitäten eingeschrieben, wie der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) am Mittwoch mitteilten. Im Vergleich zum Vorjahr waren das rund 18.000 Studierende mehr.

    Damit liegt Deutschland vor Frankreich auf Platz vier des globalen Rankings, direkt hinter den klassischen Gastländern USA, Grossbritannien und Australien.

    Zwar dämpfte die Corona-Pandemie den Austausch. Die beiden Organisationen erwarten aber eine rasche Erholung nach dem Corona-Knick. Rund 80.000 internationale Studierende hatten Deutschland nach einer DAAD-Umfrage zeitweise verlassen. Viele Hochschulen hielten aber trotz der Corona-Krise an ihren Austauschprogrammen fest, nur etwa jede fünfte setzte ihre Programme im Sommersemester 2020 komplett aus.

    Zudem ist das Interesse an einem Studium in Deutschland auch in Corona-Zeiten ungebrochen. Die Bewerbungen von internationalen Studierenden beim Verein uni-assist für das Wintersemester 2020/21 lagen bei rund 80 Prozent des Vorjahres. Für das kommende Jahr rechnen Experten mit einer deutlichen Erholung der internationalen Studierendenmobilität, selbst wenn die Corona-Einschränkungen noch länger andauern.

    Binnen zehn Jahren wuchs die Zahl ausländischer Studierender in der Bundesrepublik insgesamt um 76 Prozent. Die wichtigsten Herkunftsländer waren im vergangenen Jahr China mit rund 40.000 Studierenden, gefolgt von Indien mit 20.600, Syrien mit 13.000, Österreich mit 11.500 und Russland mit 10.500. Rund 220.000 waren an einer Universität eingeschrieben, knapp 80.000 an einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

    Umgekehrt studierten im vergangenen Jahr 140.000 Deutsche im Ausland. Deren Zahl hat sich seit 1991 mehr als vervierfacht und seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt. Besonders beliebt für ein Auslandsstudium sind Österreich, die Niederlande und Grossbritannien. Durch den Brexit ist allerdings künftig mit einem Rückgang für Grossbritannien zu rechnen.

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