Der französische sowie der deutsche Bauernverband lehnen die Handelsstrategie der EU und damit das Mercosur-Abkommen ab.
Deutscher bauernverband
Landwirtschaft im brasilianischen Bundesstaat Bahia. - AFP
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die EU hat ihre künftige Handelsstrategie mit den Mercosur-Staaten vorgestellt.
  • Der deutsche sowie der französische Bauernverband lehnen das Abkommen jedoch ab.
  • Sie fordern den Schutz der heimischen Produktion vor ausländischen Billigprodukten.

Der deutsche Bauernverband (DVB) und sein französisches Pendant, die FNSEA, haben sich gegen das Mercosur-Abkommen der EU ausgesprochen. Die Verbände fordern eine Handelsstrategie, welche der Verdrängung der heimischen Produktion von Lebensmitteln entgegentritt. Die EU-Kommission bleibe eine Antwort darauf schuldig, wie die Einfuhr von Billigprodukten verhindert werden soll, heisst es in einer Medienmitteilung.

DVB-Präsident Joachim Rukwied erklärt darin: «Für eine erfolgreiche Umsetzung des europäischen Green Deal ist eine grundlegende Anpassung der Handelspolitik erforderlich. Agrarimporte aus Drittländern dürfen die hohen und kostenintensiven EU-Standards im Verbraucher-, Umwelt-, Klima- und Tierschutz nicht unterlaufen.»

Die Bauernverbände fordern zudem ein Einfuhr-Verbot für Gütern, welche mit in der EU verbotenen Substanzen oder Verfahren hergestellt wurden. Die Mitteilung wurde als Reaktion auf die Veröffentlichung der Handelsstrategie der EU für die kommenden Jahre publiziert.

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