Deutscher Banker soll Konten von Toten geplündert haben
Kunden einer Bank in Iserlohn (D) sollen Geld verloren haben, ohne es zu bemerken. Nun wird gegen einen ehemaligen Mitarbeiter ermittelt.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Bankmitarbeiter Maximilian D. (32) soll über 88’000 Euro von toten Kunden gestohlen haben.
- Erst nach seiner Kündigung Ende 2025 wurden die rund 100 verdächtige Überweisungen entdeckt.
- Die Staatsanwaltschaft ermittelt, doch der Verdächtige bleibt auf freiem Fuss.
Ein Fall aus dem Sauerland (D) sorgt für Aufsehen. Ein Bankangestellter soll sich nach dem Tod von Kunden bei deren Konten bedient haben.
Der Verdächtige, Maximilian D. (32), arbeitete in einer Filiale der Sparkasse Iserlohn, einer Stadt im Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Laut Ermittlungen soll er das Geld von mindestens vier verstorbenen Kunden auf eigene Konten überwiesen haben. Der entstandene Schaden beläuft sich auf mindestens 88’000 Euro, wie die deutsche Zeitung «Bild» berichtet.
Auch ein noch lebender Kunde soll betroffen sein. Über einen Zeitraum von zwei Jahren sei immer mehr Geld von den Konten der Betroffenen verschwunden – zunächst unbemerkt.
Interne Prüfung deckt den Betrug auf
Der entscheidende Hinweis kam durch eine bankinterne Rechnungsprüfung: Sie fand statt, nachdem Maximilian D. Ende 2025 auf eigenen Wunsch bei der Sparkasse gekündigt hatte.

Dabei stiessen die Verantwortlichen auf rund 100 verdächtige Überweisungen. Der Verdächtige soll gezielt den Zeitraum genutzt haben, in dem das Erspartes der Verstorbenen noch auf deren Konten lag. Dieses Geld wird normalerweise erst später an die Erben ausbezahlt.
Die Sparkasse reagierte umgehend. Sie erstattete Strafanzeige bei den Behörden und informierte die betroffenen Erben.
Sparkasse erstattet Geld an Erben
Eine Sprecherin der Sparkasse Iserlohn erklärte gegenüber «Bild»: «Die Sparkasse Iserlohn ist sofort proaktiv an die Erben der verstorbenen Kunden herangetreten. Diese wurden über die Vorgänge informiert und erhielten die Beträge umgehend erstattet.»
Die Staatsanwaltschaft Hagen hat die strafrechtlichen Ermittlungen aufgenommen. Maximilian D. ist derzeit auf freiem Fuss – die Behörden sehen keinen Grund für Untersuchungshaft.
Sein Anwalt Jonas Diekmann verweist auf das laufende Verfahren. Maximilian D. selbst äussert sich nicht zu den Vorwürfen.












