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    Deutsche Wahlprogramme laut Studie immer unverständlicher

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Die Programme zur anstehenden Bundestagswahl am 26. September sind so umfangreich wie noch fast nie zuvor – jedoch auch genauso kompliziert.

    Wahlprogramm
    ARCHIV - Die Wahlprogramme der Parteien zur Bundestagswahl sind sehr umfangreich, allerdings werden sie, laut einer Stuttgarter Studie, auch immer unverständlicher. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Wahlprogramme der Parteien sind umfangreicher denn je.
    • Jedoch sind sie auch so schwer zu verstehen wie kaum andere in der Geschichte.
    • Zu diesem Schluss kam eine Stuttgarter Studie, welche die Programme analysiert.

    Die Wahlprogramme der Parteien zur Wahl des deutschen Parlaments sind einer Stuttgarter Studie zufolge so umfangreich wie nie zuvor. Sie lassen sich aber auch so schwer verstehen wie kaum andere in der bundesdeutschen Geschichte.

    In den Programmen zur anstehenden Bundestagswahl am 26. September fanden sich den Studienautoren zufolge Wortungetüme und Bandwurmsätze mit bis zu 79 Wörtern, wie die Stuttgarter Universität Hohenheim mitteilte.

    «Oft lässt die Verständlichkeit der Wahlprogramme zu wünschen übrig», fasst der Kommunikationswissenschaftler Frank Brettschneider die Ergebnisse der Studie zusammen. «Nur 1994 waren die Programme im Schnitt noch unverständlicher.»

    Ergebnisse schlechter als bei letzter Bundestagswahl

    Die Ergebnisse seien zudem schlechter als bei der jüngsten Bundestagswahl im Jahr 2017. «Das ist enttäuschend», sagt Brettschneider. «Denn alle Parteien haben sich in den letzten Jahren Transparenz und Bürgernähe auf ihre Fahne geschrieben.» Mit ihren «teilweise schwer verdaulichen Wahlprogrammen» schlössen sie aber einen erheblichen Teil der Wählerinnen und Wähler aus.

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    Plenum des Bundestags - AFP/Archiv

    Für die Analyse benutzte sein Team eine Software für komplizierte Wörter oder verschachtelte Sätze. Die Analyse ist Teil eines Langzeitprojektes. Darin weredn seit der Bundestagswahl 1949 alle 83 Wahlprogramme der im Deutschen Bundestag oder in drei Landtagen vertretenen Parteien untersucht.

    Ein weiteres Ergebnis: «Wahlprogramme werden immer länger», erklärt Brettschneider. Bei der ersten Bundestagswahl 1949 formulierten die Parteien ihre Vorhaben noch im Schnitt mit 5498 Wörtern. Heute sind es 43'541 Wörter pro Programm – acht Mal so viele.

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