Deutsche Grüne wollen Spitzenkandidatur erst nächstes Jahr klären
Die deutschen Grünen widmen sich erst im nächsten Jahr der Spitzenkandidaturfragen für die Bundestagswahl, die voraussichtlich im September stattfinden wird.

Das Wichtigste in Kürze
- Deutsche Grüne klären Spitzenkandidaturfragen erst nächstes Jahr.
- Dies mit der Begründung, dass man mitten in einer Pandemie stecke.
- Die nächste Bundestagswahl soll im September 2021 stattfinden.
Die deutschen Grünen bleiben dabei, dass sie sich erst im kommenden Jahr für die nächste Bundestagswahl personell aufstellen wollen.
Bei den zweitägigen Beratungen werde es nicht um eine Spitzen- oder Kanzlerkandidatur gehen. Dies stellte die Vorsitzende Annalena Baerbock am Montag zum Auftakt einer Klausurtagung des Parteivorstands in Berlin klar.
«Wir stecken mitten in einer Pandemie. Auf dieser Klausur werden wir deshalb jetzt nicht um uns selbst kreisen und irgendwelche Spitzenkandidaturfragen angehen», sagte sie.
Sozialdemokraten mit Olaf Scholz
Die Sozialdemokraten hatten mit Olaf Scholz als erste deutsche Bundestagspartei einen Kanzlerkandidaten ins Rennen geschickt. Baerbock und der Co-Vorsitzende Robert Habeck betonten, dass sie sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen lassen wollen. Die Grünen fühlten sich in ihrem «Kurs der strategischen Ruhe» bestätigt, sagte Habeck.

Die Ökopartei rangiert in den meisten Meinungsumfragen mit knapp 20 Prozent auf Platz zwei in der deutschen Wählergunst. Sie liegt damit vor der SPD, aber weit hinter der CDU/CSU von Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Die nächste Bundestagswahl findet voraussichtlich im September 2021 statt. Merkel wird dann nicht mehr kandidieren. Der gemeinsame Kanzlerkandidat von CDU und CSU wird wahrscheinlich erst Anfang nächsten Jahres gekürt. Vorher muss die CDU noch einen neuen Vorsitzenden wählen.
















