Deutsche Behörden warnen vor Brandsätzen in Luftfracht

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Mehrere Frachtdienstleister werden von den deutschen Sicherheitsbehörden vor Päckli gewarnt, die Brandsätze beinhalten könnten.

    Paket gerät in Brand
    Im DHL-Logistikzentrum in Leipzig geriet im Juli ein Paket in Brand. (Archivbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • An mehreren Orten in Europa gerieten Paketsendungen in Brand.
    • Nun sendeten Deutsche Sicherheitsbehörden einen Warnhinweis an die Frachtdienstleister.
    • Es wird für möglich gehalten, dass russische Sabotage dahintersteckt.

    Deutsche Sicherheitsbehörden warnen vor «unkonventionellen Brandsätzen», die von Unbekannten über Frachtdienstleister verschickt werden.

    Seit mehreren Wochen hätten das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und das Bundeskriminalamt (BKA) «Kenntnis von mehreren Paketsendungen, die von Privatpersonen an Standorten in Europa aufgegeben wurden und auf dem Weg zu ihren Adressaten in mehreren europäischen Ländern in Brand gerieten», heisst es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Sicherheitshinweis.

    Dieser wurde von beiden Behörden an Unternehmen aus der Luftfahrt- und Logistikbranche verschickt. In der Warnmeldung von BfV und BKA kommt das Wort Russland nicht vor. Dennoch wird in Sicherheitskreisen ein Zusammenhang mit den zunehmenden Fällen russischer Sabotage in Deutschland nicht ausgeschlossen.

    Brand in DHL-Logistikzentrum im Juli steht im Vordergrund

    Die Warnmeldung wird in Sicherheitskreisen mit einem Vorfall im DHL-Logistikzentrum Leipzig in Verbindung gebracht, das als weltweites Drehkreuz des Unternehmens fungiert. Dort soll im Juli ein aus dem Baltikum verschicktes Paket Feuer gefangen haben, das einen Brandsatz enthielt. Das Paket hat demnach einen ganzen Frachtcontainer in Brand gesetzt, in dem auch andere Pakete enthalten waren. Der Brand soll rasch gelöscht worden sein.

    Das Paket mit dem Brandsatz sollte in Leipzig umgeladen und zu seinem Endadressaten weitergeschickt werden.

    Nach dpa-Informationen hat der Generalbundesanwalt in Karlsruhe die Ermittlungen übernommen. Eine Sprecherin wollte auf Nachfrage keine Auskünfte erteilen. Es sollen auch andere Länder in Europa von ähnlichen Fällen betroffen sein.

    DHL hat bereits Massnahmen getroffen

    DHL teilte auf Nachfrage mit: «Als Reaktion auf die laufenden Ermittlungen von Behörden in mehreren Ländern hat DHL Express in allen europäischen Ländern Massnahmen ergriffen, um sein Netzwerk, seine Mitarbeitenden und Einrichtungen sowie die Sendungen seiner Kunden zu schützen. Uns sind zwei aktuelle Vorfälle bekannt, die Sendungen in unserem Netzwerk betreffen.» Das Unternehmen arbeite uneingeschränkt mit den zuständigen Behörden zusammen.

    Fürchtest du dich vor russischen Sabotageakten in Europa?

    In dem Sensibilisierungsschreiben von BfV und BKA heisst es, nach gegenwärtigem Stand sei anzunehmen, dass die «unkonventionellen Brandsätze vorsätzlich verschickt wurden, um Frachtdienstleistungsunternehmen und weitere logistische Infrastruktur in westlichen Staaten zu schädigen».

    Alle bislang bekannt gewordenen Pakete hätten elektrische Gegenstände und Behältnisse mit Flüssigkeiten enthalten. Dabei hätten die hohen Versandkosten der Pakete regelmässig «in einem wirtschaftlichen Missverhältnis zum Warenwert der Sendungen» gestanden.

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    Kommentare

    User #6258 (nicht angemeldet)

    "Paket-Brandsätze"? Handy mit Li-Io Akku im Paket?

    User #2193 (nicht angemeldet)

    Könnte doch auch die gleiche Organisation sein, welche Nord Stream sprengten?

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