«Tief betroffen»: Toter auf Schweizer Achterbahn in den USA
Auf der Achterbahn Goliath in Georgia (USA) ist ein Mensch gestorben. Die Schweizer Herstellerfirma Bolliger & Mabillard zeigt sich «tief betroffen».

Das Wichtigste in Kürze
- Auf der Achterbahn Goliath in Six Flags Over Georgia (USA) ist ein Mensch gestorben.
- Six Flags schloss nach dem Unglück neun ähnliche Achterbahnen vorübergehend.
- Die betroffenen Achterbahnen wurden von einer Schweizer Firma hergestellt.
Im Freizeitpark Six Flags Over Georgia in den USA ist am Montag ein Mensch auf der Achterbahn «Goliath» ums Leben gekommen. Weitere Personen wurden verletzt. Die Bahn wurde vom Schweizer Unternehmen Bolliger & Mabillard (B&M) gebaut. Das Unternehmen äusserte sich nun zum Unglück.
«Wir sind tief betroffen über diesen tragischen Unfall», teilte B&M gegenüber «ABC News» mit. «Unsere Gedanken sind bei der Familie und den Betroffenen.» Man untersuche den Vorfall aktiv. Weitere Angaben wolle die Firma erst machen, wenn klar sei, was passiert ist.
Der Betreiber Six Flags reagierte sofort. Der Konzern schloss neun vergleichbare Achterbahnen in sechs Parks in den USA und Kanada vorübergehend. «Die Sicherheit unserer Gäste und Mitarbeitenden bleibt eine unserer obersten Prioritäten», erklärte Six Flags am Montag. Wie es zum Unglück kam, ist bisher nicht bekannt.
Hypercoaster werden untersucht
Betroffen sind sogenannte Hypercoaster. Das sind Stahlachterbahnen, die höher als 61 Meter sind und auf Geschwindigkeit und das Gefühl der Schwerelosigkeit ausgelegt sind. Einige der geschlossenen Bahnen sind höher als 90 Meter und fahren schneller als 145 Kilometer pro Stunde.

Die längste, schnellste und höchste der geschlossenen Bahnen ist Fury 325 im Park Carowinds in North Carolina. Sie ist rund 99 Meter hoch und erreicht bis zu 153 Kilometer pro Stunde. Die älteste ist Raging Bull in Great America in Illinois, die 1999 eröffnet wurde. Die neueste ist Orion in Kings Island in Ohio, die seit dem Sommer 2020 fährt.
Schweizer Firma entwirft seit 1988 Achterbahnen
Acht der neun geschlossenen Bahnen stammen ebenfalls von B&M. Das Unternehmen entwirft seit 1988 Achterbahnen für Freizeitparks auf der ganzen Welt. Die neunte Bahn, die Goliath im Park Magic Mountain, wurde von der inzwischen aufgelösten Schweizer Firma Giovanola gebaut.













