Im bald abgeschlossenen Kalenderjahr hat die Deutsche Bahn rund 22'000 neue Mitarbeiter eingestellt. Im nächsten Jahr sollen weitere folgen.
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Der Rechnungshof legt seine Untersuchungen zu der Deutschen Bahn offen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Deutsche Bahn hat 2021 mehr als 22'000 Menschen eingestellt.
  • So soll eine unternehmensinterne Überalterung verhindert werden.
  • Auch 2022 sollen wieder über 20'000 Personen angestellt werden.

Die Deutsche Bahn hat in diesem Jahr erneut mehr als 20'000 Mitarbeiter eingestellt. Es habe 2021 rund 22'000 Jobzusagen gegeben, sagte Personalvorstand Martin Seiler am Dienstag. Mit den massiven Investitionen in Personal und Qualifizierung wolle man den Verkehrsträger Schiene weiter stärken. Dies solle auch für 2022 gelten.

«Wir werden auch im kommenden Jahr deutlich über 20'000 einstellen.» Die Deutsche Bahn leidet zum einen unter einer Überalterung des Personals. Zum anderen soll sie für den Klimaschutz deutlich mehr Verkehr auf die Schiene ziehen.

So soll die Passagierzahl im Fernverkehr bis 2030 praktisch verdoppelt werden. Dafür muss unter anderem das Schienennetz saniert werden, was eine Vielzahl von Baustellen nach sich zieht.

Industrie auf Schienen sinkt

Zuletzt hatte es in der Industrie, aber auch bei Güterverkehrs-Konkurrenten Kritik am Baustellen-Management der Deutschen Bahn gegeben. Die Autoindustrie wechselte zeitweise für den Transport wieder auf Lkw. Laut «Allianz pro Schiene» ist der Marktanteil der Schiene im Güterverkehrssektor in diesem Jahr auf 18 Prozent gesunken.

Über 72 Prozent des Verkehrs wurde per LKW abgewickelt. «Nie zuvor war der Marktanteil des Lkw am Güterverkehr so hoch», sagte Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene. «Der Güterverkehr in Deutschland steuert in die völlig falsche Richtung.» Die neue Ampelkoalition hat sich einen Marktanteil von 25 Prozent bis 2030 zum Ziel gesetzt.

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