Rentner

    Dänischer Rentner (83) steht tagelang in Warteschlange

    Sina Barnert
    Sina Barnert

    Dänemark,

    Bis 31. Mai müssen in Dänemark 1000-Kronen-Scheine umgetauscht werden, sonst werden sie ungültig. Ein Problem für einen Rentner, der noch viel Bargeld hat.

    Dänische Kronen Rentner
    Wegen einer Bargeld-Reform muss ein dänischer Rentner mit 92'000 Kronen (rund 11'200 Franken) zur Bank, um Geld zu wechseln. - pixabay / pexels

    Das Wichtigste in Kürze

    • Dänemark zieht seine 1000-Kronen-Scheine per 31. Mai aus dem Verkehr.
    • Ein Rentner (83) muss deshalb mit umgerechnet 11'200 Franken wegen des Umtauschs zur Bank.
    • Er fühlt sich unsicher, denn: Die lange Warteschlange wird dabei nicht bewacht.

    In Dänemark ist aktuell eine Währungsreform im Gang.

    1000-Kronen-Scheine verlieren ab dem 31. Mai ihre Gültigkeit. Wer bis zu diesem Zeitpunkt noch im Besitz solcher Scheine ist, muss sie umtauschen – sonst verlieren sie ihren Wert.

    Bereits heute ungültig sind die grossen Scheine in Geschäften. Zukünftig wird es in Dänemark nur noch 500er-, 200er-, 100er- und 50er-Scheine geben.

    Sollten grosse Noten abgeschafft werden?

    Grund dafür ist Dänemarks Kampf gegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche. Diese soll erschwert werden, weil keine grossen Noten mehr im Umlauf sind.

    Rentner muss 92'000 Kronen umtauschen

    Doch das führt kurz vor Ablauf der Frist zu einem Problem für einen 83-jährigen Rentner aus Aarhus.

    Denn: Er hat laut der dänischen Tageszeitung «Århus Stiftstidende» noch insgesamt 92'000 Kronen (umgerechnet rund 11'200 Franken) zuhause.

    Dänische Kronen
    Musste 1000er-Noten der dänischen Kronen umtauschen: Ein 83-jähriger Rentner aus Aarhus. - pixabay

    Ein Umtausch eilt. Deshalb pilgert der Rentner genau wie viele andere Menschen zur Bank, um seine Kronen-Scheine umtauschen zu lassen.

    83-Jähriger steht stundenlang für Geldumtausch an

    Nur: Am ersten Tag steht der Rentner mit all seinem Bargeld für 90 Minuten in einer Warteschlange. Bis man ihm schliesslich eröffnet, dass ein Umtausch nicht möglich sei.

    Er müsse erst ein Formular ausfüllen. Ihm wird geraten, am nächsten Tag – mit dem ausgefüllten Formular – wiederzukommen.

    Als der 83-Jährige am nächsten Tag wieder zur Bank kommt, wartet er erneut lange. Wegen des hohen Alters ein Problem für den Mann, dem das lange Stehen Mühe bereitet.

    Rentner klagt: «Es fühlt sich unsicher an»

    Doch wieder kann er sein Geld nicht umtauschen. Denn er müsse eine Mailadresse angeben, um eine grössere Summe zu wechseln. Nur: Der Rentner hat keine solche.

    Er moniert gegenüber «Århus Stiftstidende» die Sicherheitslage beim versuchten Umtausch: «Es fühlt sich unsicher an. Es sollte ein Wächter in der Schlange sein. Wir stehen alle in dieser Schlange mit Bargeld in der Tasche.»

    Hat der Rentner recht und es bräuchte einen Sicherheitsdienst?

    Zudem fürchtet er wegen der Komplexität des Umtauschs um sein Geld: «Ich riskiere, mit viel Geld zurückzubleiben, das einfach verloren gehen kann. Ich habe keine Erben oder sonst jemanden, der mir helfen könnte.»

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    Kommentare

    User #1905 (nicht angemeldet)

    Die Abschaffung des Bargeld geht immer weiter... Ist klar wegen Steuerhinterziehung.... wer so einen Schwachsinn glaubt den ist auch nicht zu Helfen.

    User #5395 (nicht angemeldet)

    Und unsere Politik fragt sich woher die Milliarden her kommen sollen für den 13 AHV am Dezember, ganz einfach, die Milliarden für die Ukraine und weitere Gelder die ins Ausland fließen endlich stoppen.

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