Banknotenserie wird schon ersetzt - weil sie zu teuer ist?

Sina Barnert
Sina Barnert

Bern,

Die Schweizerische Nationalbank will die aktuelle Banknotenserie schon bald wieder austauschen. Der Design-Wettbewerb läuft schon. Was sind die Gründe dafür?

Schweizerische Nationalbank Banknoten
Die Schweizerische Nationalbank will die aktuelle Banknotenserie bereits wieder ersetzen – Aus Kostengründen? - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die neuste Schweizer Banknotenserie wurde erst zwischen 2016 und 2019 in Umlauf gebracht.
  • Trotzdem läuft bereits der Wettbewerb für das Banknotendesign einer neuen Serie.
  • Laut einem Insider sollen die hohen Kosten für die aktuelle Notenserie Grund dafür sein.

Erst 2019 war sie mit der Hunderternote vollständig ausgetauscht und im Umlauf: Die aktuelle Banknotenserie der Schweizerischen Nationalbank.

Doch bereits 2025, gerade einmal sechs Jahre danach, startete Der Wettbewerb für das künftige Banknotendesign.

Reichlich früh, bedenkt man, dass die letzten zwei Banknotenserien beide mehr als zwanzig Jahre im Umlauf waren.

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Es stellt sich die Frage: Warum will die Schweizerische Nationalbank ihre Noten bereits wieder austauschen?

«Vierzig Rappen pro Banknote»

Nau.ch hat von einem Insider innerhalb der SNB erfahren: Die aktuelle Banknotenserie soll in der Produktion schlicht und einfach zu teuer sein. Darum soll sie bereits wieder ersetzt werden.

Das will die Schweizerische Nationalbank offiziell nicht bestätigen. Sagt aber: «Die Herstellung der neunten Banknotenserie kostet durchschnittlich rund vierzig Rappen pro Banknote.»

Das sind laut der SNB zirka zehn Rappen pro Banknote mehr als noch bei der letzten achten Serie. Die 1995 in Umlauf gebrachte Banknotenserie kostete in der Produktion nur rund 30 Rappen.

«Technologische Entwicklung schreitet voran»

Die Schweizerische Nationalbank erklärt dazu: «Die aktuelle Banknotenserie wurde in den Jahren 2016 bis 2019 eingeführt. Und zeichnet sich nach wie vor durch eine sehr gute Fälschungssicherheit aus.»

Schweizerische Nationalbank
Bestätigen will die Schweizerische Nationalbank dies nicht. Es gehe um die Fälschungssicherheit. - keystone

Jedoch seien Banknoten permanent einer Fälschungsgefahr ausgesetzt. «Da die technologische Entwicklung rasch voranschreitet, muss die Nationalbank immer wieder für einen Vorsprung sorgen.»

Grund dafür: Die Fälschungen könnten so möglichst leicht erkannt werden. «Deshalb ist die sicherheitstechnische Weiterentwicklung und Neugestaltung der Banknoten zentraler Bestandteil der Auftragserfüllung.»

«Der Sicherheitsaspekt überwiegt die Kosten»

Dass die Fälschungssicherheit ein grosses Thema ist, bestätigt auch Bargeld-Experte Tobias Trütsch. «Die Noten müssen neue und verbesserte Sicherheitsmerkmale aufweisen», erklärt er.

Denn mit dem technologischen Fortschritt könnten sie sonst eher gefälscht werden. Zum möglichen frühzeitigen Serienwechsel wegen der Kosten meint er: «Das kann durchaus zutreffen.»

Nutzt du oft Bargeld?

Doch: «Der Sicherheitsaspekt überwiegt die Kosten.» Die Noten hätten «weltweit teils einzigartige Sicherheitsmerkmale und Materialien».

Zudem würden sie in der Schweiz hergestellt und im Vergleich zu anderen Währungen sei der Notenumlauf eher klein. Das führe zu kleineren Stückzahlen und höheren Kosten, so Trütsch.

Schweizerische Nationalbank zahlt am meisten

Nau.ch wollte es genauer wissen und hat den Produktionskostenvergleich gemacht.

Dabei kommt aus: Die aktuelle britische Pfund-Banknotenserie ist in der Produktion je Note ganze fünfmal günstiger.

Und auch die Euro-Banknoten sind massiv günstiger zu produzieren. Das bestätigt die Europäische Zentralbank (EZB) gegenüber Nau.ch. In der Produktion kostet eine Euro-Banknote nur rund zehn Cent.

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Kommentare

User #2848 (nicht angemeldet)

Für 0.4 CHF 999.60 CHF zu drucken ist nicht so schlecht.

User #1179 (nicht angemeldet)

Was die Gründe dafür sind? Ganz einfach, so werden alle, die ihr Schwarzgeld in Schliessfächern oder zu Hause horten, dazu gezwungen, es auf der Bank einzutauschen, und da man ja nicht alles direkt in Bar wieder ausgehändigt bekommt, sondern alles aufs Konto gutgeschrieben wird, fliegt jeder auf der plötzlich ein hübsches Sümmchen auf dem Konto hat, dessen Herkunft nicht weiters deklariert ist! Das freut natürlich die Steuerbehörde!

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