Coronavirus

    Coronavirus: Spotify schlägt Usern Schwurbler-Songs vor

    Sven Würgler-1
    Sven Würgler-1

    Grossbritannien,

    Spotify steht in der Kritik. Der Musikstreamingdienst hat Songs, die Falschinformationen zur Impfung gegen das Coronavirus enthalten, aktiv verbreitet.

    Spotify Logo
    Bei der Grösse des Unternehmens wie der Musik-Dienst Spotify es hat, sind bei einer Störung viele Menschen betroffen. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Über Spotify waren diverse Lieder mit Verschwörungstheorien frei abrufbar.
    • Wer einmal einen Song gehört hat, dem wurden solche Inhalte immer wieder angezeigt.

    Musikstücke, die die Corona-Impfung als Gift bezeichnen, werden aktiv von Spotify beworben. Wer einmal ein solches Lied gehört hat, dem werden immer wieder Stücke mit ähnlichem Inhalt vorgeschlagen.

    bill gates coronavirus
    Verschwörungstheorien über das Coronavirus und gegen die Impfung werden über verschiedene Kanäle rege verbreitet. - Keystone

    Corona-Leugner haben in den vergangenen Monaten immer wieder Anti-Impf-Songs veröffentlicht. Diese konnten sie über die grösste Musik-Plattform der Welt verbreiten, wie eine Recherche des britischen «Observer» ergab.

    Coronavirus: Geimpfte als «Opfer Satans»

    In den Liedern werden Geimpfte als «Sklaven» und «Opfer Satans» bezeichnet. Die Menschen müssten sich erheben und «für ihr Leben kämpfen».

    Die Songs waren bis vor wenigen Tagen frei auf Spotify abrufbar. Und wer einmal ein solches Lied angehört hat, dem wurde es vom Algorithmus immer wieder vorgeschlagen.

    Ukraine Krieg
    Die Applikation des Musikstreaming-Dienstes Spotify. Im Ukraine-Krieg zieht sich der Marktführer nun aus Russland zurück. - Keystone

    Und nicht nur das: Auch in anderen Playlists tauchten dann immer mehr Lieder von Corona-Gegnern auf.

    Corona und andere Verschwörungstheorien

    So enthielt die personalisierte Playlist einer Testperson plötzlich 19 Songs mit expliziten Falschinformationen. Neben Falschinformationen zur Impfung wurden darin auch andere Verschwörungstheorien gestreut. Beispielsweise, dass ein Amoklauf in einer US-Schule mit 26 Toten ein Schwindel sei.

    Sind Sie schon einmal auf Verschwörungstheorien reingefallen?

    Nach der Recherche wurden einige Songs von Spotify gelöscht. Der Streamingkonzern überlegt sich nun, Lieder, in denen es um das Coronavirus geht, mit einem Hinweis zu kennzeichnen.

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