Coronavirus

    Coronavirus: Erster Brite starb bereits im Januar an den Folgen

    Noa Lara Mast
    Noa Lara Mast

    Grossbritannien,

    Ein 84-jähriger Brite ist im Januar verstorben. Später fand man das Coronavirus in seiner Lunge. Seine Tochter beschuldigt nun China der Vertuschung.

    Mehr als 300.000 Corona-Tote weltweit
    Mehr als 300.000 Corona-Tote weltweit - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein 84-jähriger Brite ist am 30. Januar wegen einer Herzinsuffizienz verstorben.
    • Erst später wurde die Todesursache geändert und das Coronavirus angegeben.
    • Die Tochter beschuldigt nun die chinesische Regierung, den Ausbruch vertuscht zu haben.

    Der 84-jährige Peter Attwood aus Chatham (GB) erkrankte kurz vor Weihnachten an Husten und Fieber. Einige Wochen später verstarb der Brite.

    Ursprünglich ging man bei der Todesursache von einer Herzinsuffizienz und einer Lungenentzündung aus. Nach genaueren Untersuchungen wurde vom Gerichtsmediziner jedoch das Coronavirus in seiner Lunge nachgewiesen. Als neue Ursache für seinen Tod wurde Covid-19 angegeben, wie die britische «Sun» berichtet.

    Coronavirus Todfesfall
    Die britische Zeitung «The Sun» hat den Fall aufgedeckt. - Screenshot Twitter

    Damit gilt der am 30. Januar verstorbene Mann als der erste Covid-19-Todesfall ausserhalb von China. Dies ist erstaunlich, da das erste gemeldete Opfer in Wuhan nur 19 Tage zuvor bekannt gegeben wurde. Zuvor gingen die Behörden davon aus, dass der erste Brite anfangs März in Folge des Coronavirus starb.

    Tochter beschuldigt chinesische Regierung für Vertuschung von Coronavirus

    Die Tochter von Attwood beschuldigt nun Peking wegen Vertuschung. Sie ist der Meinung, dass viele der Opfer noch am Leben wären, hätte die Regierung Chinas den Ausbruch nicht «vertuscht».

    Wuhan
    Medizinisches Personal in Schutzanzügen schiebt in Wuhan einen Covid-19-Patienten über eine Strasse, um ihn in die Intensivstation zu verlegen. - dpa

    In der Zeitung wurde eine Kopie des Briefes veröffentlicht, in dem der Gerichtsmediziner die Todesursache bestätigt. Dazu schrieb sie: «Hätte China den Rest der Welt nicht angelogen und dies so lange verborgen gehalten, hätte es unzählige Leben retten können.»

    «Covid gibt es schon viel länger»

    Weiter fügt sie hinzu: «Covid gibt es offensichtlich schon viel länger als wir wissen. Mein Vater könnte immer noch hier sein, wenn wir früher von der Bedrohung durch dieses schreckliche Virus gewusst hätten.»

    Corona
    In Grossbritannien starben viele Senioren an Corona. - POOL

    Die Frau befürchtet, dass sie ihren Vater mit dem Virus infizierte, da sie zuvor an Fieber und trockenem Husten litt.

    Auch der ehemalige Vorsitzende der britischen Conservative Party Duncan Smith ist verärgert. Der Todesfall zeige, dass China «alles über die Übertragung der Krankheit von Mensch zu Mensch wusste». Und das lange bevor sie öffentlich wurde.

    Smith kritisiert zudem die Weltgesundheitsorganisation WHO, die China im November und Dezember nicht zurechtgewiesen habe.

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