J.K. Rowling bekräftigt ihre Haltung gegen «Transgender-Aktivismus»
Die britische «Harry-Potter»-Autorin J. K. Rowling bekräftigt in einem neuen Essay ihre ablehnende Haltung zum «Transgender-Aktivismus». Frauen, die zur Verteidigung ihrer Rechte vor Gericht ziehen, verspricht sie finanzielle Unterstützung.

Die 61-jährige J. K. Rowling geriet ins Zentrum einer Kontroverse, als sie 2020 erklärt hatte, das biologische Geschlecht sei unveränderlich. Diese Haltung hat ihr den Zorn von Aktivistinnen und Aktivisten eingetragen – und auch von Stars der «Harry-Potter»-Filmreihe, wie etwa Daniel Radcliffe. Es gab aber auch Feministinnen, die ihr dafür Sympathien entgegenbrachten
Sie selber bestreitet, transfeindlich zu sein. Vielmehr betont sie, ihr Anliegen seien die Auswirkungen des Transgender-Aktivismus auf die Rechte von Frauen und auf Räume, die für Frauen reserviert sind. «Ich werde mich weiterhin zu Wort melden, ich werde weiterhin mein Geld einsetzen, um Frauen zu helfen, die es sich sonst nicht leisten könnten, vor Gericht zu gehen», schrieb Rowling in einem am Mittwoch auf ihrer Website veröffentlichten Essay.
«Wenn ein Mann eine Frau sein kann, ist das nicht dasselbe wie eine Frau», bekräftigte sie. «Das betrifft Sie vielleicht nicht persönlich, aber es ist wichtig für Millionen von Frauen, die sich nicht den Luxus leisten können, so zu tun, als sei ihr Geschlecht unwichtig. Ich stehe weiterhin an ihrer Seite», fügte sie hinzu.
Diesen neuen Essay will Rowling als Aktualisierung ihres vorherigen verstanden wissen. Sie veröffentlichte ihn auch vor dem Hintergrund politischer Neuerungen in Grossbritannien.
Anfang 2026 veröffentlichte die Labour-Regierung neue Richtlinien zu geschlechtergetrennten Räumen und betonte, dass Transgender-Personen weiterhin geschützt seien. Der neue Kodex bestätigte, dass die Nutzung einer Einrichtung auf der Grundlage des biologischen Geschlechts erfolgen muss, damit sie gemäss dem britischen Gleichstellungsgesetz von 2010 als geschlechtergetrennt gilt.
Öffentliche Einrichtungen haben begonnen, diese Richtlinien umzusetzen; so gab der nationale Gesundheitsdienst Englands (NHS) letzte Woche bekannt, dass Transfrauen nicht mehr in Räume verwiesen werden, die ausschliesslich Frauen vorbehalten sind.










