Kurzer Ausbruch am Ätna - Warnstufe für Luftfahrt erhöht
Am Krater des Ätna auf Sizilien ist in der Nacht auf Donnerstag ein kurzer Ausbruch registriert worden. Nach Angaben des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV) folgte auf das Ereignis um 2.51 Uhr eine Eruption mit einer schwachen Asche-Emission. Die Warnstufe für den Luftverkehr wurde von Gelb auf Orange angehoben.

Das Zentrum der Aktivität wurde im Bereich des Nordostkraters in einer Höhe von etwa 1600 Metern lokalisiert. Die Asche wurde vom Wind in südöstliche Richtung getragen. Auswirkungen auf den Betrieb des internationalen Flughafens Catania gab es nach Angaben des INGV jedoch nicht.
Der Ätna ist der höchste und aktivste Vulkan Europas. Er liegt an der Ostküste Siziliens nahe der Stadt Catania und erreicht eine Höhe von rund 3300 Metern und ist für häufige kleinere Ausbrüche, Lavafontänen und Aschewolken bekannt.
Unterdessen begann am Donnerstag in der Früh auch beim Vulkan Stromboli ein kleiner Lavaüberlauf aus dem nördlichen Kraterbereich. Der Lavastrom erreichte den oberen Abschnitt der Sciara del Fuoco, der steilen Flanke, über die Lava ins Meer fliesst. Nach Angaben des INGV zeigten weder die seismischen Messungen noch die Überwachung der Bodenverformungen bisher aussergewöhnliche Veränderungen.
Der Stromboli ist ein Vulkan auf der gleichnamigen kleinen Insel im Tyrrhenischen Meer, die zu den Äolischen Inseln nördlich von Sizilien gehört. Er zählt zu den dauerhaft aktivsten Vulkanen der Welt. Seine typischen regelmässigen kleinen Explosionen haben ihm den Beinamen «Leuchtturm des Mittelmeers» eingebracht, weil die glühende Lava nachts weithin sichtbar ist.














