Chef von Frankreichs Telekomkonzern Orange verurteilt

    Keystone-SDA
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    Frankreich,

    Der Chef des grössten französischen Telekomkonzerns Orange, Stephane Richard, ist wegen der unrechtmässigen Nutzung von öffentlichen Geldern im Zusammenhang mit der sogenannten Tapie-Affäre verurteilt worden. Das teilte ein Pariser Berufungsgericht am Mittwoch mit.

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    Hinzu kommen eine Geldstrafe, eine Busse sowie Gerichts- und Untersuchungskosten in der Höhe von über 30'000 Franken. (Symbolbild) - Pixabay

    Das Wichtigste in Kürze

    • Richard erhält eine Freiheitsstrafe von einem Jahr, die auf Bewährung ausgesetzt wird, und muss ein Bussgeld in Höhe von 50'000 Euro zahlen.

    Der französische Staat ist der grösste Aktionär von Orange.

    2008 hatte die damalige französische Finanzministerin und heutige EZB-Chefin Christine Lagarde eine Schadenersatzzahlung des Staates an den Unternehmer Bernard Tapie über 400 Millionen Euro genehmigt. Damit sollten Verluste ausgeglichen werden, die Tapie beim Verkauf von Adidas-Anteilen an die Bank Credit Lyonnais Anfang der 1990er Jahre entstanden sein sollen.

    Tapie warf dem - inzwischen nicht mehr bestehenden - staatlichen Institut vor, ihn dazu gebracht zu haben, das Paket deutlich unter Wert abzugeben. Richard war zu der Zeit Stabschef Lagardes. Lagarde war 2016 vom Gerichtshof der Republik in Paris für schuldig befunden, in der Affäre fahrlässig gehandelt zu haben.

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