Ceuta-Migranten reissen Leitungen raus und zapfen Wasser an
Die Zahlen nach dem Massenansturm auf Ceuta bleiben widersprüchlich. Bei grosser Hitze suchen Menschen in Parks und auf Friedhöfen nach Wasser.

Das Wichtigste in Kürze
- In Ceuta halten sich noch immer Hunderte oder gar Tausende Migranten auf.
- Das Erstaufnahmezentrum ist laut lokalen Medien bereits überbelegt.
- Viele Migranten suchen bei Hitze in Parks oder auf Friedhöfen nach Wasser.
In Ceuta ist auch Tage nach dem Massenansturm unklar, wie viele Migranten noch in der spanischen Exklave sind. «Focus online» berichtet von mehreren Hundert Menschen aus Subsahara-Afrika an der Playa del Trampolin im Norden der Stadt.
In der Nähe liegt das Erstaufnahmezentrum. Dieses hat nur knapp 600 Plätze und ist laut lokalen Medien mit rund 700 Menschen überbelegt.
Zahlen zu Migranten bleiben widersprüchlich
Die Zahlen bleiben widersprüchlich. Lange war von rund 50’000 angekommenen Migranten die Rede, lokale Behörden nannten jedoch bis zu 60’000. Wenn 48’000 bereits nach Marokko zurückgekehrt sind, könnten demnach noch Tausende in Ceuta sein.
Laut einem Focus-Reporter vor Ort kommen immer wieder Menschen aus Waldgebieten am Stadtrand, um Wasser zu holen. Bei der Hitze könnten sie nicht lange ohne Versorgung im Freien bleiben.
Migranten suchen bei Hitze nach Trinkwasser
So hätten sich etwa mehrere Migranten auf dem Friedhof bei der Brunnenquelle für die Blumen mit Trinkwasser versorgt. «Einige reissen Leitungen in Parkanlagen raus aus dem Boden, brechen Schläuche auf und besorgen sich so Trinkwasser.»
Zugleich habe sich das Stadtbild rasch verändert. Strassen und Parks seien inzwischen weitgehend gereinigt worden. Dreck und Exkremente, die kurz nach dem Ansturm vielerorts zu sehen gewesen seien, seien verschwunden.


















