Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion Tino Sorge hat sich für Beschränkungen des öffentlichen Lebens über Weihnachten ausgesprochen.
Maskenpflicht-Schild in Köln
Maskenpflicht-Schild in Köln - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Sorge: «Lauterbach widerspricht seinen eigenen Beratern».

«Liest man die Einschätzung des Expertenrates, ist es fragwürdig, warum der Minister einen Lockdown vor Weihnachten kategorisch ausschliesst. Karl Lauterbach widerspricht seinen eigenen Beratern, die einstimmig auf schnelle Kontaktbeschränkungen drängen», sagte Sorge den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Dienstagsausgaben). Die traditionell ruhigen Feiertage seien «eine ideale Phase, um das öffentliche Leben für einige Zeit herunterzufahren.»

Angesichts der rasanten Verbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus könnten Einschränkungen an den Feiertagen «uns wertvolle Zeit verschaffen», betonte Sorge. Eine Entscheidung müsse noch vor Weihnachten fallen, forderte der Politiker: «Der Expertenrat lässt keine Zweifel: Wir können uns vor Omikron nicht in die Weihnachtspause flüchten, sondern brauchen jetzt eine klare Marschroute für die ersten Januarwochen.»

Bund und Länder bereiten Notfallpläne für den Fall vor, dass massenhafte Corona-Infektionen mit der Omikron-Variante weite Teile des öffentlichen Lebens in Deutschland lahmlegen. Details sollen am Dienstag bei Spitzenberatungen von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mit den Regierungschefinnen und -chefs der Länder beschlossen werden, wie am Montag bekannt wurde.

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