Bundesbank rechnet mit langsamer Erholung der Wirtschaft

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    Deutschland,

    Trotz zahlreicher Lockerungen ist das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben noch weit von einem Normal-Zustand entfernt. Die Bundesbank sieht nur eine langsame Erholung - und zeichnet ein düsteres Bild.

    Die deutsche Wirtschaft wird sich nach Einschätzung der Bundesbank nur langsam vom tiefen Einbruch erholen. Foto: Bernd Thissen/dpa
    Die deutsche Wirtschaft wird sich nach Einschätzung der Bundesbank nur langsam vom tiefen Einbruch erholen. Foto: Bernd Thissen/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die deutsche Wirtschaft wird sich nach Einschätzung der Bundesbank nur langsam vom tiefen Einbruch in Folge der Corona-Krise erholen.

    «Es spricht derzeit vieles dafür, dass sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Verlauf des zweiten Quartals im Zuge der Lockerungsmassnahmen wieder aufwärtsbewegen wird und eine Erholung in Gang kommt», schreibt die Notenbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht Mai. «Es besteht aber eine sehr hohe Unsicherheit über die weitere Wirtschaftsentwicklung.»

    Im ersten Quartal 2020 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zum Vorquartal um 2,2 Prozent geschrumpft. Damit stürzte Europas grösste Volkswirtschaft in die Rezession - obwohl von den Einschränkungen zur Bekämpfung des Virus im ersten Vierteljahr im Grunde nur der März betroffen war.

    «Trotz der eingeleiteten Lockerungen ist das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in Deutschland nach wie vor sehr weit von einem Zustand entfernt, der bislang als normal angesehen wurde. Die verfügbaren Konjunkturindikatoren zeichnen ein entsprechend düsteres Bild», konstatieren die Bundesbank-Volkswirte. «Die deutsche Wirtschaft bleibt auch im zweiten Quartal fest im Griff der Coronavirus-Pandemie. Die Wirtschaftsleistung dürfte nochmals erheblich niedriger ausfallen als im Durchschnitt des schon gedrückten ersten Vierteljahres.» Diverse Prognosen im Markt gehen von einem Einbruch des deutschen BIP um bis zu 14 Prozent aus.

    Angesichts der trüben Aussichten werden die Forderungen nach einem staatlichen Konjunkturprogramm lauter. «Die Finanzpolitik dürfte aufgrund der guten Ausgangslage immer noch genügend Spielraum für einen gegebenenfalls auch starken temporären Impuls besitzen», stellt die Bundesbank fest, rät aber zugleich: «Ein Konjunkturprogramm sollte zielgerichtet und vor allem auch befristet angelegt sein. Sonstige staatliche Ziele etwa zum Klimaschutz oder zur Digitalisierung könnten dabei berücksichtigt werden.»

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