Britischer Ex-Premier Johnson besuchte ukrainische Front

Keystone-SDA
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Grossbritannien,

Der britische Ex-Premierminister Boris Johnson hat über einen Besuch bei ukrainischen Streitkräften in Saporischschja berichtet – und ist für seine Reise von Moskau heftig kritisiert worden. Die Sprecherin des russischen Aussenministeriums, Maria Sacharowa, bezeichnete Johnson gar als «Schurke».

Boris Johnson.
Der britische Ex-Premierminister Boris Johnson. - keystone

Details zu seinem Besuch in der Region der umkämpften ukrainischen Grossstadt schilderte Johnson ausführlich in einem am Freitag erschienenen Artikel für die Boulevardzeitung «Daily Mail». Auch eine Dokumentation soll den Angaben nach demnächst erscheinen. Von den Ukrainern veröffentlichten Bildern zufolge war Johnson bereits Ende Februar in der Ukraine.

In dem Artikel wirft der Ex-Premier den westlichen Staaten etwa vor, nicht genug gegen Russlands Invasion in der Ukraine zu tun. «Willkommen zurück in der sogenannten «Kill Zone», und willkommen zurück in dem Krieg, den der Westen zu vergessen droht«, schreibt er etwa.

Die Ukraine befinde sich seit Jahren in einem Kampf um die Freiheit. Über das «einfache Ziel» dieses Kampfes herrsche «angeblich» auch in Europa und den USA Einigkeit. «Und doch ist derzeit kein einziger Staats- oder Regierungschef in einer dieser westlichen Hauptstädte bereit, genug zu tun, um dieses Ziel zu erreichen», so Johnson.

Johnson war beim Kriegsausbruch 2022 noch Regierungschef, dann aber von dem Posten zurückgetreten. Russland warf Johnson vor allem während seiner Zeit als Premierminister vor, Unterstützer einer militärischen Auseinandersetzung mit Russland zu sein und kein Interesse an einer friedlichen Lösung des Ukraine-Konflikts zu haben.

Zu seinem Einsatz im Kriegsgebiet sagt die Sprecherin des russischen Aussenministeriums, Maria Sacharowa: «Danke an Boris Johnson, der gezeigt hat, wie die Mächte des Bösen aussehen – das hätte niemand besser hinbekommen.» Der Brite betreibe ««PR» auf Kosten von Menschenleben«, so der Vorwurf Moskaus. «Johnson war persönlich an der Abkehr vom Verhandlungsprozess und der Eskalation des Konflikts beteiligt. Ein Schurke, der an den Ort des Verbrechens zurückgekehrt ist.»

Kommentare

User #1974 (nicht angemeldet)

Er hat den Frieden in 2022 sabotiert. Ab ins Gefängnis!

User #5566 (nicht angemeldet)

War das nicht er, der während Lockdowns damals Parties gefeiert hat?

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