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    Restaurant in Italien verrechnet ungefragt Trinkgeld

    Stephan Felder
    Stephan Felder

    Italien,

    Eine Influencerin staunt über ihre Restaurantrechnung in Forte dei Marmi, Italien: 50 Euro Trinkgeld wurden ungefragt aufgeschlagen.

    Carlotta Roncarà
    Influencerin Carlotta Roncarà hatte ungefragt 50 Euro Trinkgeld auf der Rechnung. - Screenshot Instagram

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine Influencerin entdeckt nach dem Essen 50 Euro Trinkgeld auf der Rechnung.
    • Niemand habe sie zuvor über den Zuschlag informiert.
    • Sie rät deshalb, Restaurantrechnungen vor dem Bezahlen genau zu prüfen.

    Eigentlich sei der Abend perfekt gewesen, erzählt die toskanische Influencerin Carlotta Roncarà in einem Instagram-Video.

    Essen und Service seien ausgezeichnet gewesen. Auch der Preis von 77 Euro pro Person für das Essen im Hotelrestaurant in Forte dei Marmi sei angemessen gewesen.

    Doch erst nach der Bezahlung und bereits ausserhalb des Restaurants bemerkte sie eine zusätzliche Position auf der Rechnung.

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    Ein einfach abgerechnetes Trinkgeld sorgt für Ärger. - Instagram / ca___rla

    Unter «Contributo volontario 10%» – also «freiwilliger Beitrag 10 Prozent» – waren 50 Euro verrechnet worden.

    Das Problem: Von diesem Zuschlag habe zuvor niemand etwas gesagt. Auch beim Bezahlen sei sie nicht gefragt worden, ob sie Trinkgeld geben wolle.

    «Eine freiwillige Sache»

    Roncarà kritisiert dabei nicht grundsätzlich, dass das Geld an die Mitarbeitenden gehen könnte.

    «Wenn dieser Beitrag tatsächlich den Kellnern zugutekommt, kann das Sinn ergeben», sagt sie.

    Wie hältst du es mit Trinkgeld im Ausland?

    Wer gute Arbeit leiste, solle dafür schliesslich belohnt werden. Doch gerade weil Trinkgeld freiwillig sei, müsse der Gast darüber informiert werden. Und selbst entscheiden können, ob er welches geben wolle.

    «Ich glaube, dass eine freiwillige Sache dem Kunden überlassen werden sollte. Sie darf nicht automatisch auf der Rechnung stehen», sagt die Influencerin.

    Zusätzlich habe sie auf ihrer Rechnung nicht einmal nachvollziehen können, ob ein sogenanntes Coperto verrechnet worden sei. Das ist eine in Italien verbreitete Tischgebühr.

    Trinkgeld ist in Italien freiwillig

    Der Fall wirft damit eine grundsätzliche Frage zur Transparenz in Restaurants auf. In den USA ist ein automatisches Trinkgeld weit verbreitet.

    In Italien hat die Trinkgeldkultur traditionell einen freiwilligen und eher symbolischen Charakter.

    Gerade in beliebten Ferienorten wie Forte dei Marmi sorgt der Fall deshalb für Diskussionen.

    Roncaràs Rat an ihre Follower fällt entsprechend simpel aus: «Kontrolliert immer die Rechnung, bevor ihr bezahlt.»

    Ob der 50-Euro-Zuschlag tatsächlich den Angestellten zugutekommt, ist nicht bekannt. Das Restaurant selbst hat sich zu dem Vorfall bislang nicht öffentlich geäussert.

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    Kommentare

    User #2019 (nicht angemeldet)

    Italien ist für mich keine Feriendestination mehr. Schon lange.

    Anton Borter

    Trinkgelder müssen als Einnahmen des Betriebes verbucht und durch diesen versteuert werden. Der Angestellte muss sie als Lohn versteuern. Es geht um Steuervermeidung in Millionenhöhe.

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