Brexit

    Brexit-Debatte – Rufe nach Kehrtwende werden lauter

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    Grossbritannien,

    Brexit steht in Grossbritannien erneut im Zentrum der Debatte über eine mögliche Kehrtwende nach dem katastrophalen Fehler Brexit.

    Brexit Grossbritannien
    Der Brexit bleibt auch Jahre nach dem EU-Austritt ein zentraler Streitpunkt in der britischen Politik und prägt weiterhin die innenpolitische Debatte. (Symbolbild) - keystone

    In Grossbritannien hat die Labour-Führungskrise die Brexit-Debatte erneut ins Zentrum der politischen Auseinandersetzung gerückt. Auslöser ist eine Intervention des Gesundheitsministers Wes Streeting, der den EU-Austritt als katastrophalen Fehler bezeichnete, wie die «Tagesschau» berichtet.

    Streeting forderte eine neue besondere Beziehung zwischen Grossbritannien und der Europäischen Union mit langfristiger Perspektive. Er erklärte, die Zukunft des Landes liege in Europa und eine Rückkehr in die EU bleibe grundsätzlich denkbar.

    Glaubst du, dass der Brexit ein Fehler war?

    Die Aussagen stehen im Kontrast zur bisherigen Linie der Labour-Spitze, die eine Rückkehr in zentrale EU-Strukturen ausgeschlossen hatte. Dazu zählen Binnenmarkt, Zollunion und Freizügigkeit als politische Zielsetzungen.

    Brexit: Machtkampf in der Labour-Partei

    Die Debatte entfaltet sich vor dem Hintergrund eines innerparteilichen Machtkampfes innerhalb der Labour-Partei. Streeting kündigte eine mögliche Herausforderung an Premier Keir Starmer an und positioniert sich als potenzieller Kandidat, schreibt die «Tagesschau» weiter.

    Auch Andy Burnham wird im Umfeld der Partei als möglicher künftiger Parteiführer diskutiert. Er verweist lediglich auf langfristige Argumente für eine mögliche EU-Rückkehr, ohne sich klar festzulegen.

    Im Wahlkreis Makerfield zeigt sich die politische Sensibilität der Brexit-Frage besonders deutlich. Dort stimmte eine klare Mehrheit 2016 für den EU-Austritt, was die strategische Positionierung beeinflusst.

    Umfragen, Wirtschaft und politische Dynamik

    Die innenpolitische Debatte wird laut der «Tagesschau» durch aktuelle Umfragen zusätzlich verstärkt. Eine YouGov-Erhebung zeigt, dass 55 Prozent der Briten eine Rückkehr in die Europäische Union befürworten.

    Die wirtschaftliche Bewertung des Brexit bleibt ebenfalls umstritten. Die Online-Ausgabe von «web.de» beschreibt den EU-Austritt als langfristig folgenschweren Einschnitt mit anhaltenden Anpassungsproblemen.

    Wes Streeting Keir Starmer
    Zwischen Wes Streeting und Keir Starmer zeichnet sich in der Brexit-Frage eine wachsende politische Differenz innerhalb der Labour-Partei ab. (Archivbild) - keystone

    Zudem wird die Debatte auch in internationalen Kommentaren aufgegriffen. Die «Weltwoche» ordnet die Diskussion über mögliche politische Kurskorrekturen im europäischen Kontext ein und verweist auf ähnliche Debatten.

    Kommentare

    User #4020 (nicht angemeldet)

    Gleichen Fehler in unserer Schweiz drinnen noch wiederholen? Aber NICHT mit mir!

    User #4317 (nicht angemeldet)

    Der Brexit aber auch die USA sind gute Beispiele, wie Rechtspopulisten ein Land zerstören.

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