UBS verlagert EMEA-Führung näher an den Nahen Osten
UBS richtet ihre EMEA-Vermögensverwaltung strategisch neu aus und stärkt gleichzeitig ihre Präsenz im Nahen Osten.

Die Grossbank plant, mehrere Führungsfunktionen ihrer Vermögensverwaltung künftig direkt aus Doha steuern zu lassen. Laut «Bloomberg» sollen erfahrene UBS-Manager dauerhaft näher an wichtige Kundengruppen im Golfraum rücken.
Hintergrund der Veränderungen ist das stark wachsende Vermögen wohlhabender Privatkunden im Nahen Osten. Gleichzeitig versucht UBS, ihre internationale Organisation stärker an regionale Marktbewegungen anzupassen.
Die Verlagerung betrifft insbesondere Bereiche des internationalen Wealth-Managements innerhalb der bisherigen EMEA-Struktur. Beobachter sehen darin einen strategischen Schritt hin zu schnelleren Entscheidungen und kürzeren Wegen bei Kundenkontakten.
EMEA-Struktur verändert interne Zuständigkeiten
Wie «finews» berichtet, verändert UBS im Zuge der Neuorganisation auch bestehende Führungs- und Verantwortungsbereiche innerhalb Europas. Dadurch sollen einzelne Regionen organisatorisch enger mit den Märkten des Nahen Ostens verbunden werden.
Besonders Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate gewinnen für internationale Vermögensverwalter zunehmend an Bedeutung. Dort entstehen seit Jahren neue Finanzzentren mit wachsender Nachfrage nach komplexen internationalen Anlagelösungen.
Die Schweiz bleibt zwar ein zentraler Standort der Bank, verliert jedoch innerhalb einzelner Managementbereiche an Gewicht. Gleichzeitig verstärkt UBS ihre operative Präsenz in Regionen mit hohen Wachstumsraten und vermögender internationaler Kundschaft.
UBS richtet EMEA-Strategie stärker international aus
Der Umbau erfolgt zudem in einer Phase intensiver Konkurrenz zwischen globalen Vermögensverwaltungen um internationale Grosskunden. «Finanzen.ch» betont, dass UBS ihre Marktposition im Nahen Osten langfristig gezielt ausbauen möchte.
Insider rechnen deshalb mit weiteren personellen Veränderungen innerhalb wichtiger internationaler Führungsfunktionen der Grossbank. Besonders Unternehmerfamilien und private Grossvermögen stehen weiterhin im Mittelpunkt der regionalen Expansionsstrategie.

Die Entwicklung zeigt insgesamt, wie sich globale Finanzströme zunehmend in Richtung der Golfregion verschieben. Der Ausbau im Nahen Osten zeigt, welche Bedeutung die Golfregion inzwischen für internationale Vermögensverwalter besitzt.












