Boris Johnson gibt bei Corona-Impfstoff Risikopatienten Vortritt

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    Grossbritannien ist das erste europäische Land, welches eine Impfstoff-Notfallzulassung erteilt hat. Boris Johnson will nicht unter den ersten Geimpften sein.

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    Boris Johnson will bei der Corona-Impfung den Risikopatienten Vortritt lassen. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ab nächster Woche werden die ersten Corona-Impfstoffe in Grossbritannien verabreicht.
    • Der Premier Boris Johnson will dabei nicht unter den ersten sein.
    • Er lässt den Risikopatienten den Vortritt.

    Der britische Premierminister Boris Johnson will nicht unter den Ersten sein, die ab nächster Woche gegen Corona geimpft werden.

    Johnson möchte denjenigen den Vortritt lassen, die «ein hohes Risiko für ernsthafte Komplikationen» haben. Das teilte seine Sprecherin am Mittwoch mit.

    Grossbritannien erteilte erste Impfstoff-Notfallzulassung

    Der 56-Jährige «würde keinen Impfstoff nehmen wollen, der für jemanden bestimmt ist, der extrem anfällig ist». Grossbritannien erteilte am Mittwoch als erstes westeuropäisches Land eine Notfallzulassung für einen Corona-Impfstoff.

    Boris Johnson
    Boris Johnson, Premierminister von Grossbritannien, hält ein Fläschchen des potenziellen Corona-Impfstoffs von Oxford/AstraZeneca, bekannt als AZD1222, in der Hand. - dpa

    Als Regierungschef fällt Johnson eigentlich eine Priorisierung bei der Impfung zu. Der Premier war im Frühjahr selbst schwer an der Virusinfektion erkrankt und verbrachte drei Tage auf der Intensivstation. Seitdem nahm er nach eigenen Angaben deutlich ab. Übergewicht gilt als Risikofaktor bei Corona-Erkrankungen.

    Boris Johnson spricht von «fantastischen Nachrichten»

    Johnson sprach nach der Notfallzulassung für den Corona-Impfstoff des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer von «fantastischen Nachrichten».

    Schon Anfang der nächsten Woche sollen laut britischem Gesundheitsministerium die ersten 800'000 Dosen verabreicht werden. Bis zum Jahresende sollen es dann «Millionen» Dosen sein. Zunächst sollen die Bewohner von Pflegeheimen sowie das Gesundheits- und Pflegepersonal geimpft werden.

    Mit bislang rund 59'000 Corona-Toten ist Grossbritannien das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land in Europa.

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