Der Bundesnachrichtendienst (BND) vermutet einen Ableger der Terrororganisation Al-Kaida hinter dem Angriff auf Bundeswehrsoldaten in Mali vergangene Woche.
Deutscher Bundeswehrsoldat bei UN-Einsatz in Mali
Deutscher Bundeswehrsoldat bei UN-Einsatz in Mali - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • BND-Präsident Kahl: Muster des Angriffs lässt darauf schliessen.

Das sagte BND-Präsident Bruno Kahl in einem Video, das der deutsche Bundeswehrverband am Dienstag auf seiner Website veröffentlichte. Es gebe in der Region in Mali einen «kräftigen Akteur, der ursprünglich von Al-Kaida abstammt», sagte Kahl.

Diese Gruppe sei «in der letzten Zeit des öfteren mit Aktionen genau diesen Typus aufgefallen», erläuterte der BND-Präsident. Seine Behörde gehe deshalb davon aus, das eine in der Region aktive «Untereinheit» für den Angriff verantwortlich sei.

Kahl hatte nach Angaben des Bundeswehrverbandes am Montagabend an einer Diskussionsveranstaltung des Verbandes teilgenommen. Demnach bestätigte bei dieser Gelegenheit auch ein Vertreter des Verteidigungsministerium die Vermutung des BND: «Tatsächlich ergibt sich vor Ort kein anderes Lagebild», sagte Brigadegeneral Achim Martin Werres.

In Mali waren am vergangenen Freitag bei einem Selbstmordanschlag nordöstlich von Gao zwölf deutsche Soldaten verletzt worden. Sie wurden am Wochenende nach Deutschland zurückgebracht. Deutschland beteiligt sich mit bis zu 1700 deutschen Soldaten an Ausbildungs- und Stabilisierungsmissionen der EU und der UNO in Mali.

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