Die italienische Küste wird von aggressiven Blaukrabben heimgesucht. Der «Killer der Meere» ernährt sich von Meeresbewohnern, was Restaurants zu schaffen macht.
Blaukrabe
Eine Blaukrabbe zeigt ihre Schere. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Blaukrabbe befällt zurzeit den Mittelmeerraum, insbesondere die Küste von Italien.
  • Sie macht Restaurants zu schaffen, da sie sich von Fischen und Muscheln ernährt.
  • Italienische Politiker wollen eine aussergewöhnliche Initiative zur Bekämpfung lancieren.
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Sie ist rund 20 Zentimeter breit und 10 Zentimeter lang, mit einer Schere so scharf wie Rasierklingen – die Blaukrabbe. Die Arbeiter an der Küste Italiens verzweifeln wegen der aktuellen Vielzahl dieser Krustentiere in ihren Gewässern. Sie machen nämlich Fischern und Gastronomen schwer zu schaffen.

Blaukrabben sind Allesfresser, ernähren sich von Fischen und Muscheln. Dadurch können Fischereien weniger einfangen – und in Restaurants landen weniger der Delikatessen auf dem Teller.

Restaurant
Die Tiere ernähren sich von Kleinfischen und Muscheln, was Restaurants zu schaffen macht. (Symbolbild)
blaukrabbe
So sieht die Blaukrabbe aus.
Speisekarte
Zur Bekämpfung der Blaukrabben-Population will die Politik das Krustentier vermehrt auf die Speisekarte setzen. (Symbolbild)
Fischer
Die Regierung hat zudem ein Hilfspaket in Millionenhöhe für Fischereien aufgesetzt. (Symbolbild)
Küste
Es ist unklar wie sie in diese Gewässer kam, die Heimat der Blaukrabbe ist die Atlantikküste von Nord- und Südamerika. (Symbolbild)

Um die Plage einzudämmen, haben Politiker eine aussergewöhnliche Initiative präsentiert. Laut «Heute.de» soll die Blaukrabbe vermehrt auf die Speisekarte gesetzt werden, um so ihre Population auszulöschen.

Essen Sie Meeresfrüchte?

So will der Freiwilligen-Verein Coldiretti ihre Idee mit Gerichten vorstellen, die auf der Blaukrabbe basieren. Das berichtet «Venezia Today».

Restaurants und Fischereien in Sorge

Die Blaukrabbe stellt ein echtes Problem für Fischereien und Restaurants dar. Zurzeit sind 3000 Fischereibetriebe von dem Allesfresser bedroht, wie «Focus» berichtet. Die Regierung von Italien setzt deshalb ein Hilfspaket von 2,9 Millionen Euro (über 2,7 Millionen Franken) auf. Ein Grossteil davon soll den Muschelproduzenten helfen.

Die ursprüngliche Heimat dieser Tiere ist die Atlantikküste von Nord- und Südamerika. Es ist unklar, wieso die Blaukrabbe im Mittelmeerraum so verbreitet ist. Der Klimawandel könne als Grund nicht ausgeschlossen werden.

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