Beschlagnahmung des Vermögens von Can Dündar in Türkei angeordnet

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    Türkei,

    2016 wurde der türkische Journalist Can Dündar wegen eines Artikels zur Haftstrafe verurteilt worden. Nun wurde die Beschlagnahmung seines Vermögens angeordnet.

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    Can Dündar lebt seit 2016 in Deutschland im Exil - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein türkisches Gericht ordnete die Beschlagnahmung des Vermögens von Can Dündar an.
    • Dieser wurde nach einem Artikel zu mehrjähriger Haftstrafe verurteilt.

    Ein türkisches Gericht hat die Beschlagnahmung des Vermögens des in Deutschland im Exil lebenden Journalisten angeordnet. Es handelt sich um Can Dündar.

    Das Gericht begründete die Entscheidung am Mittwoch damit, dass sich Dündar nicht fristgerecht den türkischen Behörden gestellt habe. Und somit sei er «flüchtig» geworden. Das Urteil sieht auch das Einfrieren seiner Bankkonten vor.

    Der regierungskritische Journalist reagierte im Online-Dienst Twitter auf das Urteil gegen ihn: «Die wahre Heimat eines Menschen ist sein Land. Wir, die 82 Millionen Mitbürger, sind gerade dabei, diese Heimat im Dunkeln zu verlieren. Das ist im Moment wichtiger als jedes Haus», schrieb der ehemalige Chefredakteur der Oppositionszeitung «Cumhuriyet».

    2016 verurteilt wegen Artikel

    Dündar war 2016 wegen eines Berichts über geheime Waffenlieferungen der Türkei an Islamisten zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Zuvor hatte die Veröffentlichung des Artikels den Zorn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auf sich gezogen.

    Erdogan beschuldigte Dündar, ein «Agent» zu sein, der «Staatsgeheimnisse» preisgegeben habe. Bei einem Staatsbesuch in Deutschland vor rund zwei Jahren bekräftigte Erdogan seine Forderung nach einer Auslieferung Dündars.

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    Der türkische Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. (Archivbild) - Keystone

    Die Türkei steht international regelmässig wegen ihrer systematischen Einschränkung der Pressefreiheit in der Kritik. Das Land belegt derzeit den 154. Platz auf der Rangliste der internationalen Pressefreiheit der Organisation Reporter ohne Grenzen. Nach Angaben der Organisation P24 sassen im Juni noch 103 Journalisten in der Türkei im Gefängnis.

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