Die etappenweise Öffnung des neuen Humboldt Forums in Berlin hat die nächste Wegmarke erreicht. Am Mittwoch waren erstmals die Höfe der in Deutschland nicht unumstrittenen Teilrekonstruktion des früheren Berliner Stadtschlosses zugänglich.
Blick ins Foyer des Humboldt-Forums im neuen Berliner Stadtschloss. Foto: Gregor Fischer
Blick ins Foyer des Humboldt-Forums im neuen Berliner Stadtschloss. Foto: Gregor Fischer - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Interessierte können sich nun den im Barockstil rekonstruierten Schlüterhof genauso aus der Nähe betrachten wie die vom italienischen Architekten Franco Stella modern gestaltete Promenade quer durch das rund 40 000 Quadratmeter umfassende Gebäude.

Auch erste gastronomische Bereiche sowie der Shop sind nun zugänglich.

Das Humboldt Forum will Mitte Juli erste Türen für Besucher öffnen. Wegen des Lockdowns in der Corona-Pandemie hatte der im vergangenen Dezember vorgesehene erste Öffnungsschritt nur digitale Zugänge zu dem international ambitionierten Kulturprojekt erschlossen. Bis Jahresende sind weitere Eröffnungsschritte der einzelnen Bereiche geplant.

Das Zentrum für Kultur, Kunst und Wissenschaft nutzen künftig zwei Museen der Stiftung Preussischer Kulturbesitz, das Land Berlin und die Humboldt-Universität. Gezeigt werden Exponate aus Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien sowie Objekte zur Geschichte Berlins. Der Bau kostete knapp 700 Millionen Euro, von denen mehr als 100 Millionen aus privaten Spenden stammen.

Neben dem Bau selbst ist auch die geplante Präsentation von Benin-Bronzen umstritten, die als Raubgut aus kolonialen Zeiten gelten. Museen aus Deutschland und Nigeria sowie die politische Ebene verhandeln aktuell über Rückgaben vom kommenden Jahr an.

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