Benzin wird wieder teurer in Deutschland – Tankrabatt endet
In Deutschland endet der Tankrabatt. Kurz vor dem Aus bilden sich an vielen Tankstellen lange Warteschlangen wegen erwarteter Preissteigerungen beim Benzin.

In Deutschland endet am 30. Juni der befristete Tankrabatt der Bundesregierung. Viele Autofahrerinnen und Autofahrer nutzen die letzten Stunden, um noch einmal günstiger zu tanken, berichtet die «Bild».
An zahlreichen Tankstellen in deutschen Städten wie Berlin, Hamburg, Hannover und Dresden kam es zu langen Warteschlangen. Viele Menschen wollten den erwarteten Preissprung beim Benzin noch vor dem Ende des Rabatts vermeiden.
Bereits am Dienstag kam es an mehreren deutschen Tankstellen zu starken Preisschwankungen. Der Preis für Superbenzin stieg in Deutschland teilweise kurzfristig um bis zu 30 Cent je Liter.
Preissprung beim Benzin erwartet
Der Tankrabatt gilt seit Anfang Mai und sollte die infolge des Iran-Kriegs gestiegenen Kraftstoffpreise dämpfen, schreibt die «Tagesschau». Die Steuerentlastung endet nun planmässig und wird nicht verlängert.
Für Kraftstoff, der ab dem 1. Juli in Deutschland aus Raffinerien oder Tanklagern kommt, gilt wieder die reguläre Energiesteuer. Dadurch erhöht sich die Steuerbelastung inklusive Mehrwertsteuer beim Benzin um rund 16,7 Cent pro Liter.
Die sogenannte 12-Uhr-Regel sorgt in Deutschland dafür, dass Preisanpassungen an Tankstellen erst zur täglichen Mittagszeit erfolgen. Laut der «Nachrichtenleicht» wird der eigentliche Preissprung beim Benzin deshalb am Mittwoch gegen 12 Uhr erwartet.
ADAC sieht starke Preisbewegungen
Der Tankstellenverband bft rechnet in Deutschland bis zum Mittag mit einem starken Ansturm auf die Tankstellen. Der «Tagesschau» zufolge sollen ausreichend Kraftstoffreserven vorhanden sein, auch wenn sich die Lagerbestände dem Ende des Tankrabatts nähern.
Nach einer Auswertung des ADAC sind die Benzinpreise in Deutschland bereits im Vorfeld deutlich gestiegen. Der bundesweite Durchschnittspreis für Diesel legte um rund 24 Cent zu, bei Super E10 um etwa 20 Cent.
Der ADAC bewertet diese Entwicklung kritisch. Der Automobilclub sieht angesichts stabiler Rohölpreise keinen ausreichenden Grund für starke Preisaufschläge beim Benzin.
Politik und Verbraucherschutz reagieren
Auch in Deutschland beobachten Verbraucherschützer die Preisentwicklung genau. Das Ende des Tankrabatts dürfe nicht zu zusätzlichen Preiserhöhungen führen, die über die Steueranpassung hinausgehen.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder kündigte an, die Lage in Deutschland gemeinsam mit dem Wirtschafts- und Finanzministerium genau zu beobachten. Bei Bedarf sollen laut der «Tagesschau» weitere Massnahmen geprüft werden.

Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach sprach sich ausserdem für eine Begrenzung täglicher Preissprünge beim Benzin aus, wie die «Bild» schreibt. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig fordert demnach einen Preisdeckel nach Luxemburger Vorbild












