Wegen der Krise um die Migranten an der belarussisch-polnischen Grenze hat Polens Staatschef Andrzej Duda mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier telefoniert. In dem Gespräch sei es darum gegangen, die Lage in der Grenzregion zu beschreiben und «zu zeigen, was die polnische Ansicht zu den Aktivitäten und unterschiedlichen Gesprächen rund um die Situation an der Grenze» sei, sagte Dudas aussenpolitischer Berater Jakub Kumoch. Das Bundespräsidialamt bestätigte lediglich, das Gespräch habe stattgefunden. Nähere Angaben zum Inhalt gab es nicht.
Für einige offenen Fragen deuteten sich offenbar Lösungen an: Frank-Walter Steinmeier und Andrzej Duda. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
Für einige offenen Fragen deuteten sich offenbar Lösungen an: Frank-Walter Steinmeier und Andrzej Duda. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt harren Tausende Migranten seit mehreren Tagen auf der belarussischen Grenze in provisorischen Camps im Wald aus.

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko wird beschuldigt, in organisierter Form Flüchtlinge aus Krisenregionen an die EU-Aussengrenze zu bringen.

Am Montagabend hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) angesichts der Not der Migranten mit Lukaschenko telefoniert. Nach einem Bericht des belarussischen Staatsfernsehens dauerte das Gespräch etwa 50 Minuten. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron führte ein langes Telefonat mit Kremlchef Wladimir Putin über die Rolle, die Russland bei einer Lösung des Konflikts spielen könnte. Am Dienstag sprach Putin mit Lukaschenko.

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