Bei Mobilitätsplattformen soll ÖPNV Schlüsselrolle spielen

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    Bus, Bahn, Mietwagen oder Leihfahrrad: Wie praktisch wäre eine Plattform, über die sich verschiedene Verkehrsmittel kombinieren lassen. Aber wer sollte diese Aufgabe übernehmen? Autohersteller, Digitalkonzerne oder ÖPNV?

    Eine Mobilitätsplattform könnte die Nutzung verschiedener Verkehrsmittel vereinfachen. Laut einer Umfrage hätten es Verbraucher am liebsten, wenn der ÖPNV diese Aufgabe übernimmt. Foto: Fabian Sommer/dpa
    Eine Mobilitätsplattform könnte die Nutzung verschiedener Verkehrsmittel vereinfachen. Laut einer Umfrage hätten es Verbraucher am liebsten, wenn der ÖPNV diese Aufgabe übernimmt. Foto: Fabian Sommer/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Beim Thema Mobilität billigen viele Menschen in Deutschland den Betrieben des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) auch in Zukunft eine Schlüsselrolle zu.

    Eine Umfrage des Instituts für Handelsforschung Köln (IFH) ergab, dass Verbraucher die Betreiber von Bus und Bahn am ehesten als Anbieter einer Mobilitätsplattform sehen, die unter einem Dach Angebote von der Bahnfahrkarte über Mietwagen bis zum Leihfahrrad bündelt. Immerhin gut jeder vierte Befragte (27 Prozent) nannte die ÖPNV-Betreiber als favorisierten Anbieter.

    Jeder fünfte Befragte traute am ehesten neuen Start-ups den Aufbau einer Mobilitätsplattform zu. Andere mögliche Betreiber - wie Kommunen, Mietwagenverleiher, Fahrzeugerhersteller oder etablierte Digitalkonzerne wie Google oder Uber - stiessen auf deutlich weniger Rückhalt bei den Verbrauchern.

    «Bei den Mobilitätsplattformen handelt es sich im Grunde um ein sehr lokales Geschäft. Der ÖPNV hat hier den Vorteil, dass er schon vor Ort präsent ist und bereits über eine Infrastruktur sowie langjährige Kundenbeziehungen verfügt», sagte der Verfasser der Studie, Ralf Deckers. Ein Beispiel für ein solches Angebot aus den Reihen des ÖPNV sei die von den Berliner Verkehrsbetrieben initiierte Jelbi-App, die Mobilitätsangebote vom ÖPNV über Mietwagen bis zu Leihrädern vereine.

    Ganz anders ist der Studie zufolge die Situation in den USA. Hier trauen die Verbraucher am ehesten etablierten Digitalkonzernen den Betrieb einer Mobilitätsplattform zu. Immerhin 24 Prozent der Befragten in den USA sehen Google, Uber und Co. am ehesten als Plattformbetreiber. Die Betreiber des öffentlichen Personennahverkehrs rangieren hier nur auf Rang zwei, dicht gefolgt von den Mietwagenanbietern. «Hier macht sich wahrscheinlich auch die geringere Bedeutung des öffentlichen Nahverkehrs in den USA bemerkbar», sagte Deckers.

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