Bei Lufthansa kommt es zum Doppelstreik

Esada Kunic
Esada Kunic

Deutschland,

Bei der Lufthansa droht am Donnerstag ein weitgehender Stillstand. Kabinenpersonal und Piloten rufen am 12. Februar zu ganztägigen Streiks auf.

lufthansa jets flotte
Bei der Lufthansa streiken sowohl Piloten als auch Kabinenpersonal. - keystone

Die Lufthansa steht vor einem beispiellosen Arbeitskampf. Am Donnerstag, dem 12. Februar 2026, legen sowohl Piloten als auch Kabinenpersonal ihre Arbeit nieder.

Der Streik dauert von 00.01 bis 23.59 Uhr, wie die «Vereinigung Cockpit» bekannt gab, schreibt «Aero International». Betroffen sind alle Abflüge von deutschen Flughäfen der Kernmarke Lufthansa und Lufthansa Cargo.

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Parallel dazu streikt das Kabinenpersonal der Lufthansa CityLine, wie die Gewerkschaft UFO mitteilte. Die UFO bestreikt Abflüge von Frankfurt, München, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover.

Streit um Altersversorgung eskaliert

Die Piloten fordern höhere Arbeitgeberbeiträge zur betrieblichen Altersversorgung. Bis 2017 erhielten sie eine klassische Betriebsrente mit garantierten Leistungen, erklärte VC-Präsident Andreas Pinheiro.

Diese wurde durch ein kapitalmarktbasiertes Modell ersetzt. Das neue System biete deutlich geringere Versorgungsniveaus, kritisiert die Gewerkschaft laut «AeroTelegraph».

Trotz sieben Verhandlungsrunden habe es kein verhandlungsfähiges Angebot gegeben. Selbst ein Vermittlungsvorschlag der VC sei ignoriert worden, so Pinheiro.

UFO kämpft für Sozialplan

Die Kabinengewerkschaft UFO fordert einen tariflichen Sozialplan für die Beschäftigten. Hintergrund ist die angekündigte Schliessung der Lufthansa CityLine, wie der «WDR» berichtet.

Rund 800 Arbeitsplätze seien durch die Konzernstrategie bedroht. Das Management weigere sich, über Schutzmechanismen zu verhandeln, kritisiert die Gewerkschaft laut «Aero International».

lufthansa
Ein Doppelstreik sorgt bei der Lufthansa für massive Einschränkungen. - keystone

Unter den Schlagworten Produktivität und Flexibilität verlange die Airline tarifliche Verschlechterungen. Diese würden sich unmittelbar auf die Arbeitsbelastung auswirken, warnt UFO.

Lufthansa kritisiert kurzfristige Ankündigung

Die Airline kritisierte die kurzfristige Streikankündigung der Gewerkschaften scharf. Diese treffe Fluggäste «extrem hart und unverhältnismässig», berichtet das «Handelsblatt».

Tragfähige Lösungen könnten nur im Dialog gefunden werden. Streiks müssten stets das letzte Mittel bleiben, so die Airline.

Das Unternehmen forderte die Gewerkschaften auf, die Gespräche wieder aufzunehmen. Kunden würden automatisch benachrichtigt, sollte ihr Flug betroffen sein, versicherte der Sprecher.

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Kommentare

ChanLee

LH und SWISs der gleiche verein und ein nogo, da gibts besseres zum fliegen, komischerweise nicht mal teurer

User #4476 (nicht angemeldet)

Ich hatte ein gutes Preis Leistungs Angebot für eine längere Reise über die Lufthansa. Aber ich traue den Flughäfen nicht. Genau deshalb. Darum hab ich eine teurere gewählt, die woanders fliegt.

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