Die Bayreuther Festspiele müssen sich mit dem Sexismus-Vorwurf auseinandersetzen. Sogar die Chefin war davon betroffen.
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Bayreuther Festspielhaus. - dpa/dpa/picture-alliance/Archiv
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Das Wichtigste in Kürze

  • Den Bayreuther Festspielen wird Sexismus vorgeworfen.
  • Frauen berichteten anonym von übergriffigem Verhalten und anzüglichen Kommentaren.
  • Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Bei den Bayreuther Festspielen wurde der Vorwurf des Sexismus laut. Mit Konsequenzen: «Das Ermittlungsverfahren wurde aufgrund der medialen Berichterstattung von Amts wegen eingeleitet.» Das sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bayreuth am Mittwoch.

Bislang gibt es keine Strafanzeige: «Das Verfahren läuft derzeit gegen keine konkrete Person, sondern gegen Unbekannt.»

Auf dem Grünen Hügel wurden Frauen angefasst oder mussten sich sexuelle Anzüglichkeiten anhören. Das berichteten die Betroffenen im «Nordbayerischen Kurier» anonym.

Bayreuther Festspiele: Auch Chefin war betroffen

Festspiel-Chefin Katharina Wagner bestätigte, dass auch sie selbst betroffen war: «Sexuelle Anzüglichkeiten und teilweise Übergriffe in gewisser Weise ja», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. «Ich habe mich aber zu wehren gewusst.» Sie fügte hinzu, sie habe «sehr, sehr deutlich gehandelt».

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Katharina Wagner, Chefin der Bayreuther Festspiele. - Nicolas Armer/dpa

«Schockiert» sei sie von Berichten über Übergriffe, Beleidigungen und Anzüglichkeiten, sagte Wagner. Die Festspiele kündigten Konsequenzen an. «Das sind ungeheure Vorwürfe», sagte der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Georg von Waldenfels. Es gebe «gar kein Vertun, dass wir mit allem Ernst und aller Unnachgiebigkeit dem nachgehen werden».

Die Bayreuther Festspiele waren am Montag mit einer Neuinszenierung von «Tristan und Isolde» gestartet.

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