Albanien

    Bau italienischer Flüchtlingslager in Albanien dauert länger

    Keystone-SDA
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    Italien,

    Die Eröffnung der von Italiens rechter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni geplanten Aufnahmezentren für Bootsflüchtlinge in Albanien verzögert sich.

    Bootsflüchtlinge
    Bootsflüchtlinge auf Hoher See. (Archivbild) - dpa

    Die Pläne von Italiens rechter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zum Bau von Aufnahmezentren für Bootsflüchtlinge ausserhalb der EU in Albanien verzögern sich. Die ursprünglich bis spätestens 20. Mai geplante Eröffnung wurde wegen Schwierigkeiten in der Planung verschoben, wie am Mittwoch in Rom von Regierungsseite bestätigt wurde. Ein neuer Termin wurde nicht genannt.

    Nach früheren Informationen der Tageszeitung «La Repubblica» können die Lager mit Platz für bis zu 36'000 Menschen pro Jahr nun frühestens im November eröffnet werden. Das Blatt stützte sich dabei auf Angaben aus dem Verteidigungsministerium.

    Das verhältnismässig arme Mittelmeerland Albanien gehört nicht zur EU, ist aber bereits seit zehn Jahren Beitrittskandidat. Italien wiederum ist eines der Länder, die von der Fluchtbewegung aus Afrika nach Europa übers Mittelmeer besonders betroffen sind.

    Meloni – Vorsitzende der Rechtspartei Fratelli d'Italia – war im Herbst 2022 mit dem Versprechen ins Amt gelangt, die Zahlen deutlich zu senken. Vergangenes Jahr wurden jedoch annähernd 158'000 Neuankömmlinge gezählt – über 50 000 mehr als 2022. In diesem Jahr waren es bislang annähernd 18'000.

    Die Pläne für die Aufnahmezentren

    Plan ist nun, Bootsflüchtlinge direkt in zwei Aufnahmezentren nach Albanien zu bringen: in die Hafenstadt Shengjin an der Adria sowie nach Gjader einige Kilometer landeinwärts.

    In den von Italien betriebenen Zentren sollen Asylanträge geprüft und auch schnellere Abschiebungen ermöglicht werden. Die Parlamente beider Staaten haben das entsprechende Abkommen trotz einiger Kritik gebilligt.

    Die Zentren sind auch ausdrücklich nicht für Migranten vorgesehen, die per Boot an italienischen Küsten ankommen oder von privaten Hilfsorganisationen aufgegriffen werden – sondern nur für jene, die von den italienischen Behörden in internationalen Gewässern an Bord genommen werden.

    Italien trägt dafür alle «direkten und indirekten» Kosten. Eingeplant sind 675 Millionen Euro für die nächsten zehn Jahre, davon 142 Millionen Euro in diesem Jahr.

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