Anschlag

    Autobombe nahe Moskau tötet mutmasslich ranghohen Militär

    Melsada Zec-Zejnic
    Melsada Zec-Zejnic

    Russland,

    In Balaschicha nahe Moskau zerstört eine Autobombe ein Fahrzeug. Ein Mann stirbt am Unfallort.

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    In Balashikha detonierte eine Autobombe während der Fahrt. - imago

    In der Stadt Balaschicha in der Nähe von Moskau ist ein Mann durch eine Autobombe getötet worden. Die Explosion ereignete sich am Dienstag gegen 5.30 Uhr Ortszeit, wie das staatliche Ermittlungskomitee bestätigte, berichtet «Spiegel».

    Der Fahrer starb noch am Unfallort, nachdem sein Fahrzeug vollständig ausbrannte. Das Auto war ein BMW, in dem der Sprengsatz während der Fahrt detonierte.

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    Russische Ermittler untersuchen den tödlichen Anschlag nahe Moskau. - imago

    Laut der russischen Tageszeitung «Kommersant» wurde eine Bombe aus bis zu einem halben Kilogramm Sprengstoff unter dem Fahrersitz angebracht. Ein Sprengsatz soll laut «n-tv» unter dem Fahrersitz installiert gewesen sein.

    Autobombe explodierte kurz nach der Abfahrt

    Die Bombe detonierte kurz nach dem Verlassen des Parkplatzes. Der Wagen fing Feuer und prallte gegen ein weiteres am Strassenrand stehendes Auto, wie «Euronews» berichtet.

    Könnten solche Anschläge den Konflikt weiter verschärfen?

    Die offizielle Identität des Toten wurde von Behörden bisher nicht genannt. Lokalen Medienberichten zufolge könnte es sich um einen Generalleutnant oder Oberst der russischen Streitkräfte handeln, schreibt «Spiegel».

    Die Explosion ereignete sich nur wenige Hundert Meter von jenem Ort entfernt, wo im April 2025 Generalleutnant Jaroslaw Moskalik starb. Moskalik war laut «Zeit» stellvertretender Leiter der Hauptoperationsdirektion des Generalstabs der russischen Streitkräfte.

    Opfer soll auf ukrainischer Feindliste gestanden haben

    Laut «The Insider» gilt der ukrainische Geheimdienst SBU als möglicher Verantwortlicher für den Anschlag. Eine offizielle Bestätigung aus dem Ausland stand laut «Merkur» zunächst noch aus.

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    Der russische General Jaroslaw Moskalik: Die Explosion ereignete sich nur wenige Hundert Meter vom früheren Anschlagsort auf den General. - imago

    Die mutmassliche Adresse des 57-Jährigen stand laut «Spiegel» seit 2023 auf einer öffentlich einsehbaren ukrainischen Feindliste. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs verüben ukrainische Geheimdienste laut immer wieder Anschläge auf russische Militärs, schreibt «Spiegel».

    Das russische Staatliche Ermittlungskomitee hat den Vorfall bestätigt und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Eine spezifische Richtung der Ermittlungen wurde jedoch bisher nicht bekannt gegeben, so «Merkur».

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