Ausstellung lässt in Berlins 90er eintauchen
Wer in die wilden 90er von Berlin eintauchen will, hat dazu noch bis Februar in Berlin die Chance.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Berliner Ausstellung zeigt das Leben in den 90ern der deutschen Hauptstadt.
- Noch bis Februar können Besucher etwas über den Mauerfall Loveparade und Co. lernen.
In der Multimedia-Schau «Nineties.Berlin» können Besucher – wie der Name schon verrät – in die 90er-Jahre Berlins eintauchen. Unter anderem bietet die noch bis Februar laufende Ausstellung eine 270-Grad-Leinwand, prominente Zeitzeugen in kleinen Video- und Audio-Stationen, viele Infos zur Loveparade und ein Gedenken an die Mauertoten. Der Eintritt kostet 25 Mark (ehemalige Währung Deutschlands, rund 14,5 Franken). Der Souvenirshop hat viel Neonfarbenes, Glitzerturnbeutel und T-Shirts mit Aufdrucken wie «Türsteher» und «Just do it later» im Angebot.
«Die Ausstellung zeigt das Jahrzehnt nach dem Fall der Mauer, in dem Menschen aus Berlin und der ganzen Welt neue Freiräume nutzten, sich eine einzigartige Clubkultur entwickelte und sich das Leben in der vormals geteilten Stadt rasant veränderte», werben die Macher.
Politiker und Musiker als Zeitzeugen
Zu den Zeitzeugen gehören neben Bürgerrechtlern, Punkmusikern, Hausbesetzern und dem Politiker Gregor Gysi auch die Musikerin Inga Humpe (62) und der DJ Westbam (53).
Humpe erzählt, sie habe Westberlin ab Mitte der 80er als total «over» empfunden und sei lieber in London gewesen. Der Mauerfall habe dann alles verändert.
Westbam sagt, Ende der 80er habe es – ausser dem Acid-House-Club Ufo – kaum gute Ausgehmöglichkeiten in Westberlin gegeben. Die Technorevolution der Jahre '89/'90/'91 sei sehr stark von der Energie der Leute aus dem Osten beeinflusst worden.












