Aussenminister Wang sieht China «nicht als Partei» in Ukraine-Konflikt

Keystone-SDA
Keystone-SDA

China,

Chinas Aussenminister Wang Yi sieht sein Land «nicht als Partei» im Konflikt um die russische Invasion in die Ukraine.

Wang Yi (Monitor), Aussenminister von China, spricht am Rande der laufenden Jahrestagung des chinesischen Volkskongresses bei einer Pressekonferenz. Foto: Sam Mcneil/AP/dpa
Wang Yi (Monitor), Aussenminister von China, spricht am Rande der laufenden Jahrestagung des chinesischen Volkskongresses bei einer Pressekonferenz. Foto: Sam Mcneil/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Sam Mcneil

Das Wichtigste in Kürze

  • Chinas Aussenminister Wang Yi sieht sein Land «nicht als Partei» im Ukraine-Krieg.
  • China lehne die Verhängung von Sanktionen grundsätzlich ab.

Seine Regierung «will nicht, dass die Sanktionen China treffen», sagte der Aussenminister nach offiziellen Angaben ferner in einem Telefonat mit seinem spanischen Kollegen José Manuel Albares. China lehne die Verhängung von Sanktionen grundsätzlich ab. «China hat das Recht, seine legitimen Rechte und Interessen zu schützen», zitierte ihn das Aussenministerium am Dienstag in Peking.

Wang Yi nannte den Konflikt das Ergebnis einer «Ansammlung und Verschärfung der Widersprüche über die Jahre» in der europäischen Sicherheitsarchitektur. Auf amerikanische Berichte, wonach Russland die chinesische Regierung nach Beginn des Krieges in der Ukraine um militärische und wirtschaftliche Hilfe gebeten haben soll, ging Wang Yi nicht ein. Ein chinesischer Aussenamtssprecher hatte zuvor von «bösartigen» Desinformationen der USA gesprochen.

Keine Details nach Gespräch mit US-Sicherheitsberater

Was Chinas oberster Aussenpolitiker Yang Jiechi mit dem nationalen Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden bei ihren siebenstündigen Beratungen am Vortag in Rom zur Ukraine besprochen hat, teilte das Aussenministerium nicht mit. Es war von «freimütigen, tief gehenden und konstruktiven» Spitzengesprächen die Rede.

Auch wurden nur die Taiwanfrage und der Umgang mit den angespannten Beziehungen zwischen beiden Ländern hervorgehoben. Die US-Regierung habe sich verpflichtet, eine Unabhängigkeit Taiwans nicht zu unterstützen, handele aber nicht entsprechend, wurde Yang Jiechi zitiert. Die USA müssten erkennen, wie heikel die Taiwanfrage sei und sollten «nicht weiter auf diesem sehr gefährlichen Weg gehen».

Peking betrachtet das freiheitliche Taiwan nur als Teil der Volksrepublik und droht mit einer Eroberung. Die USA haben sich der Verteidigungsfähigkeit Taiwans verpflichtet und liefern Waffen. Frühere US-Regierungen haben offengelassen, ob sie der Insel im Falle eines Angriffs auch militärisch zu Hilfe kommen würden, um Peking abzuschrecken. Doch sagte US-Präsident Biden im Oktober, die USA hätten die «Verpflichtung», dies zu tun.

Weiterlesen

38 Interaktionen
Psychologen erklären
Ukraine Krieg
196 Interaktionen
Ukraine-Ticker

MEHR IN NEWS

Brand Teheran
1 Interaktionen
Wegen Protesten?
polizei
2 Interaktionen
Rüffel von Gericht
Ärzte Unispital Zürich Brandverletzte
Arzt erklärt
13 Interaktionen
Bern

MEHR UKRAINE KRIEG

14 Interaktionen
Abu Dhabi
Öltanker Hafen Meer
10 Interaktionen
Ukraine-Krieg

MEHR AUS CHINA

3 Interaktionen
Peking
xiaomi 17 ultra
3 Interaktionen
Weniger Akku
china
Erneut
TikTok Wang Wenbin
5 Interaktionen
Peking