Ausländerbehörde dementiert Ausweisung von Journalist Adil Yigit

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Deutschland,

Adil Yigit lebt seit Jahren in Hamburg und gibt von dort aus eine Onlinezeitung heraus. Es kursierten Gerüchte über eine mögliche Ausweisung des Türken.

Adil Yigit
Adil Yigit, Chefredakteur des internetportals Aurupa Postasi, der ein T-Shirt mit der Aufschrift «Pressefreiheit für Journalisten in der Türkei» trägt, wird im Bundeskanzleramt aus der gemeinsamen Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Merkel und Erdogan, Präsident der Türkei geführt. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Adil Yigit ist ein Kritiker von Türkeis Staatschefs Recep Tayyip Erdogan.
  • Die zuständige Ausländerbehörde dementiert eine Ausweisung des Journalisten.

Die Hamburger Ausländerbehörde hat Berichte über eine angebliche Ausweisung des türkischen Journalisten Adil Yigit dementiert. Für Yigit sei keine Ausweisung angeordnet worden, auch eine Abschiebung des Manns sei nicht geplant, erklärte die Behörde heute Montag. Am Wochenende hatte die Zeitung «taz», für die der Kritiker des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan schreibt, darüber berichtet.

Nach Angaben der Hamburger Ausländerbehörde wurde Yigits Antrag auf eine Verlängerung seiner befristeten Aufenthaltsgenehmigung abgelehnt, weil die gesetzlichen Voraussetzungen nicht mehr erfüllt seien. Diese Ablehnung sei «standardmässig» auch mit einer Ausreiseaufforderung verbunden. In dem Bescheid werde ihm aber «gleichzeitig schriftlich zugesichert», dass ihm «nach Eintritt der Bestandskraft eine andere Aufenthaltserlaubnis erteilt wird».

«Im Vorfeld abgesprochen»

«Diese Vorgehensweise hat die zuständige Ausländerbehörde mit Herrn Y. und seinem Rechtsanwalt im Vorfeld so abgesprochen. Herr Y. hat somit keine Ausweisung erhalten, und auch eine Abschiebung ist nicht vorgesehen», teilte die Behörde mit. «Die Ablehnung der Verlängerung der bisherigen Aufenthaltserlaubnis steht in keinem Zusammenhang mit den politischen Ansichten oder Tätigkeiten des Herrn Y.»

Yigit lebt seit Jahren in Hamburg und gibt von dort aus eine Onlinezeitung heraus. Bekannt wurde er Ende September während Erdogans Staatsbesuch in Deutschland, als er sich bei einer Pressekonferenz in einem T-Shirt zeigte, mit dem er die Freilassung von Journalisten in der Türkei forderte. Er wurde daraufhin von Sicherheitsleuten aus dem Saal im Bundeskanzleramt geführt.

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