85 Privatärzte müssen in Athen zum Dienst in den Spitälern antraben. Dies, weil es wegen des Coronavirus an Fachkräften mangelt.
ARCHIV - Zur Entlastung der Ärzte hat das griechische Gesundheitsministerium 85 Privatärzte zum Dienst verpflichtet. Foto: Yorgos Karahalis/AP/dpa
ARCHIV - Zur Entlastung der Ärzte hat das griechische Gesundheitsministerium 85 Privatärzte zum Dienst verpflichtet. Foto: Yorgos Karahalis/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Yorgos Karahalis

Das Wichtigste in Kürze

  • Athen verpflichtet 85 Privatärzte zum Dienst in Spitälern.
  • Wegen der Corona-Pandemie mangelt es an Fachkräften.
  • Wer dem Aufruf nicht Folge leistet, wird mit bis zu drei Jahren Haft bestraft.

Zur Entlastung übermüdeter Krankenhaus-Ärzte in der Corona-Pandemie hat das griechische Gesundheitsministerium am Freitag 85 Privatärzte zum Dienst verpflichtet. Die entsprechenden Dokumente übergaben Polizisten an die Ärzte, die nun am Samstagmorgen in den Krankenhäusern erscheinen müssen, berichtete der staatliche Rundfunk.

Die Regierung in Athen hatte am Vortag einen Beschluss getroffen, der diesen Schritt ermöglichte. Juristen sagten, wer sich weigere, könnte bis drei Jahre Gefängnis bekommen.

Nur 40 Meldungen bei Aufruf

Wegen der vierten Corona-Pandemie-Welle sind seit Wochen die Krankenhäuser vor allem in Nordgriechenland restlos überfüllt.

Die Regierung in Athen hatte bereits Anfang November Privatärzte aufgerufen, sich freiwillig zum Dienst zu melden. Es hätten sich aber nur rund 40 Mediziner gemeldet. Das griechische Gesundheitssystem benötigt nach Angaben der Verbände der Krankenhausärzte mindestens 150 zusätzliche Kollegen.

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