Ärzte wollen Kontaktgebühr für Arztbesuche einführen

    Samantha Reimer
    Samantha Reimer

    Deutschland,

    Ärzte und Klinikvertreter schlagen eine Kontaktgebühr bei Arztbesuchen vor, die Patienten belasten soll, um Gesundheitskosten zu senken.

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    Ein Arzt mit einem Stetoskop (Symbolbild) - dpa

    Mit der Forderung nach einer Kontaktgebühr sorgt der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, für Kontroversen in der Gesundheitspolitik.

    Dabei sollen Patienten bei jedem Arztkontakt eine eigene Beteiligung leisten. Damit sollen laut der «Welt» die steigenden Kosten im Gesundheitswesen minimiert werden.

    Gassen nannte als Orientierungswert drei bis vier Euro pro Praxisbesuch, die von den Krankenkassen eingezogen werden könnten.

    Politische und gesellschaftliche Reaktionen

    Viele politische Akteure kritisieren den Vorschlag scharf. Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch bezeichnete die Idee als Belastung für Patienten. Er sah darin einen Verstoss gegen das Solidarprinzip der gesetzlichen Krankenversicherung.

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    Ein Patient spricht mit seiner Ärztin. - keystone

    Laut dem «Ärzteblatt» lehnen SPD, Grüne und Linke politische Vertreter eine Kontaktgebühr ab. Sie argumentieren, dass sie weder Versorgung verbessern noch Ausgaben effektiv senken könne.

    Sie verwies auf die Gefahr, besonders Menschen mit geringem Einkommen zu benachteiligen.

    Kritik aus Verbänden

    Patientenschützer und Verbände kritisieren den Vorschlag intensiv. Der Verband der Hausärztinnen und Hausärzte bezeichnete die Einführung einer Kontaktgebühr als kontraproduktiv.

    Nach Ansicht des Verbands stabilisiere eine solche Gebühr weder die Finanzen des Gesundheitssystems noch helfe sie den Patienten. So das «Ärtzeblatt» weiter.

    Findest du die Einführung einer solcher Gebühr sinnvoll?

    Auch der GKV-Spitzenverband sprach von einem Ablenkungsmanöver. Er forderte laut der «Welt» stattdessen Strukturreformen zur Eindämmung des Ausgabenanstiegs im Gesundheitswesen.

    Ursprüngliche Gebührenmodelle als Kontext

    In der Vergangenheit existierte in Deutschland bereits eine Praxisgebühr, die zwischen 2004 und 2012 galt. Diese Gebühr führte Patienten pro Quartal zur Kasse, wurde aber wieder abgeschafft, weil sie keine nachhaltigen Effekte zeigte.

    Vorschläge zur erneuten Gebühr stossen deshalb auf historisch gewachsene Skepsis.

    So geht es weiter aus dem Bericht von «IamExpat» hervor.

    Weitere Forderungen über Arztbesuche hinaus

    Neben einer Kontaktgebühr bei Praxisbesuchen werden in der Debatte auch höhere Zuzahlungen bei Spitalsaufenthalten diskutiert.

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    Eine Szene im Spital (Symbolbild) - AFP/Archiv

    Vertreter der Deutschen Krankenhausgesellschaft schlugen vor, die Zuzahlung pro Tag deutlich zu erhöhen.

    So wolle man zusätzliche Einnahmen generieren. So geht es aus dem Bericht der «taz» hervor.

    Ausblick auf Reformdebatte

    Bundesweit wird parallel an breiteren Reformen der gesetzlichen Krankenversicherung gearbeitet. So wolle man den Ausgabenanstieg begrenzen und Beitragserhöhungen vermeiden.

    Eine Expertenkommission soll laut der «Welt» bis Anfang 2026 Vorschläge zur Stabilisierung erarbeiten.

    Die Debatte um die Kontaktgebühr bleibt damit ein zentraler Streitpunkt in den Gesprächen über die Zukunft der gesundheitlichen Versorgung.

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    Kommentare

    User #3131 (nicht angemeldet)

    Zeigt mal die Statistik in Deutschland und auch der Schweiz, welche Bevölkerungsteile die Hauptkosten und Hauptprobleme verursachen. Ah nein, darf man ja nicht.

    User #8134 (nicht angemeldet)

    Finde ich gut wen ich von Arzt wegen Kontakt/Ansteckung eine Gebühr erhalte--- Umso mehr man zum Arzt geht umso Kränker wird man---

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