Apple

    Apple fordert Abschaffung des EU-Wettbewerbsgesetzes

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Belgien,

    Apple will die EU-Wettbewerbsregeln für Digitalkonzerne abschaffen. Dies fordert der US-Konzern von Brüssel. Das entsprechende Gesetz soll aufgehoben werden.

    Apple
    Seit Jahren streitet Apple mit Brüssel. (Symbolbild) - keystone

    Der iPhone-Hersteller Apple hat die Abschaffung der EU-Wettbewerbsregeln für Digitalkonzerne gefordert. Das entsprechende Gesetz solle aufgehoben werden, bis ein «geeigneterer Rechtsrahmen» ausgearbeitet sei, schrieb Apple in einem am Donnerstag veröffentlichten Positionspapier an die EU-Kommission.

    Seit Jahren Streit mit Brüssel

    Der US-Konzern streitet seit Jahren mit Brüssel über die Wettbewerbsregeln, zuletzt hatte auch US-Präsident Donald Trump den Druck auf Brüssel erhöht. Im Kern geht es um das Gesetz für digitale Märkte (Digital Markets Act, DMA), mit dem die Europäische Union (EU) die Marktmacht grosser Digitalkonzerne einschränken will.

    Neben Apple fallen die Google-Mutter Alphabet, Amazon, der Tiktok-Inhaber Bytedance, Meta und Microsoft sowie die Buchungsplattform Booking unter das Gesetz.

    Die EU-Kommission wirft Apple eine Reihe von Verstössen gegen das Gesetz vor. Sie hatte im April ein Bussgeld in Höhe von 500 Millionen Euro verhängt, gegen das Apple bereits vor Gericht gezogen ist. Die Kommission droht Apple zudem mit weiteren Strafen, sollte der Konzern seine Geschäftsbedingungen nicht an die Forderungen aus Brüssel anpassen.

    Geräte müssen kompatibel sein

    Die EU-Wettbewerbshüter werfen Apple unter anderem vor, Entwickler und Nutzer mit einer Reihe von Regelungen zur Nutzung seines App Stores zu zwingen und Alternativen keine Chance zu lassen.

    Das Gesetz für digitale Märkte schreibt dem Konzern zudem vor, dafür zu sorgen, dass seine Geräte mit denen der Konkurrenz kompatibel sind – etwa ein iPhone mit Kopfhörern einer anderen Marke.

    Apple argumentiert, dass diese Vorgaben sein Geschäftsmodell einschränken und die Einführung neuer Funktionen auf dem EU-Markt verzögern. Nach Unternehmensangaben betrifft das unter anderem die Direktübersetzung über Apple-Kopfhörer sowie die Übertragung von Nachrichten von einem iPhone auf einen Laptop.

    Als Grund gibt der US-Konzern an, Datenschutz- und Sicherheitsstandards seien womöglich niedriger, wenn Apple Informationen mit anderen Anbietern teilen müsse.

    Eine Reihe von Änderungsvorschlägen

    Das Unternehmen machte neben seiner Maximalforderung nach einer vollständigen Abschaffung des Gesetzes eine Reihe von Änderungsvorschlägen. Apple will sich demnach dafür einsetzen, dass anstelle der EU-Kommission eine anderen, unabhängige Behörde über die Bussgelder entscheidet.

    Das EU-Gesetz für digitale Märkte gilt seit März vergangenen Jahres, die Streitigkeiten zwischen Apple und der Kommission reichen allerdings schon länger zurück. Im vergangenen Jahr verhängte Brüssel ein Bussgeld in Höhe von 1,8 Milliarden Euro, weil Apple seine Stellung auf dem Markt für Musikstreaming-Dienste ausgenutzt habe.

    Diese Strafe fusste auf den allgemeinen Wettbewerbsregeln der EU, die für alle Unternehmen über die Branchen hinweg gelten.

    US-Präsident Trump hatte im August mit neuen Zöllen gegen Länder mit Gesetze zur Regulierung von Digitalkonzernen gedroht – und damit wohl auch auf die EU abgezielt. In einer kurz vorher veröffentlichten Handelserklärung machten beide Seiten keine Zusagen im Zusammenhang mit den Digitalgesetzen.

    Kommentare

    User #1853 (nicht angemeldet)

    Unabhöngige Behörde die sich kaufen lässt wie in den USA wäre Apple lieber

    User #9854 (nicht angemeldet)

    Typisch Apple, die am liebsten nur ihre eigene Technik samt Zubehör verkaufen möchten und auf eine Kompatibilität pfeifen.

    Weiterlesen

    iphone 17 pro
    10 Interaktionen
    WLAN- und Bluetooth
    meta facebook
    1 Interaktionen
    Meta
    Apple
    17 Interaktionen
    Oktober

    MEHR IN NEWS

    Solothurn
    Solothurn
    Friedrich Merz
    1'253 Interaktionen
    Nach Wahl-Debakel
    sbb
    9 Interaktionen
    «Nicht einsteigen»

    MEHR APPLE

    Apple
    4 Interaktionen
    Neues System
    Apple iOS 27
    9 Interaktionen
    Software
    4 Interaktionen
    Austin
    airpods 5
    1 Interaktionen
    Zwei Varianten

    MEHR AUS BELGIEN

    4 Interaktionen
    Brüssel
    Wolodymyr Selenskyj
    37 Interaktionen
    Brüssel
    sdf
    26 Interaktionen
    Brüssel