Apple-Aktie unter Druck trotz starker Quartalszahlen
Die Apple-Aktie verliert trotz Rekordumsätzen an Wert. Steigende Speicherchippreise belasten die Profitabilität im wichtigen Weihnachtsgeschäft

Apple hat im vierten Geschäftsquartal 2026 die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Dennoch geriet die Aktie nach Veröffentlichung der Geschäftszahlen deutlich unter Druck.
Wie die «TradingView» berichtet, fiel das Papier nachbörslich zeitweise um 2,8 Prozent auf 328,85 US-Dollar. Zuvor hatte die Aktie den regulären Handel mit einem Minus von 1,83 Prozent bei 338,32 US-Dollar beendet.
Der Konzern erzielte zwischen Juli und September einen Umsatz von 114,48 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Apple übertrifft Gewinnerwartungen, doch die Bruttomarge sinkt
Auch der Gewinn je Aktie übertraf mit 2,10 US-Dollar die Analystenerwartungen von 1,99 US-Dollar. Der Nettogewinn erreichte 30,71 Milliarden US-Dollar.
Für das Dezemberquartal erwartet Apple eine Bruttomarge zwischen 45 und 46 Prozent. Im Septemberquartal hatte diese noch 47,9 Prozent betragen.
Allerdings profitierte der frühere Wert von Rückerstattungen amerikanischer Importzölle. Diese verbesserten die Marge um ungefähr einen Prozentpunkt.
Apple erwartet Umsatzrekord im Weihnachtsgeschäft
Gleichzeitig rechnet das Management mit einem Umsatzwachstum zwischen sieben und zehn Prozent im Weihnachtsquartal. Damit könnte Apple einen weiteren Umsatzrekord erzielen.
Hauptgrund für die schwächere Margenprognose sind steigende Speicherchippreise. Der weltweite Ausbau von KI-Rechenzentren erhöht die Nachfrage und verknappt das Angebot entsprechender Komponenten.
Apple-Chef John Ternus bezeichnete die Preissteigerungen während der Analystenkonferenz als beispiellos. Laut der «TradingView» erwartet das Management weiteren Kostendruck im Dezemberquartal und darüber hinaus.
Apple steigert iPhone-Umsatz deutlich – iPad-Geschäft bleibt hinter Erwartungen
Apple reagiert mit höheren Verkaufspreisen, günstigeren Einkaufskonditionen und vorhandenen Lagerbeständen. Die Verpflichtungen für Fertigungsaufträge stiegen zwischen Juni und September um 33 Milliarden US-Dollar.
Das iPhone-Geschäft erwirtschaftete 57,58 Milliarden US-Dollar und wuchs gegenüber dem Vorjahr um rund 17 Prozent. Auch die Mac-Sparte überzeugte mit Erlösen von 10,79 Milliarden US-Dollar.

Schwächer entwickelten sich dagegen die iPad-Verkäufe mit 6,23 Milliarden US-Dollar. Der Dienstleistungsbereich erreichte mit 31,57 Milliarden US-Dollar einen neuen Umsatzrekord.
Neuer Apple-Chef Ternus setzt auf KI-Macs – Services-Wachstum schwächelt
Für das Dezemberquartal erwartet Apple bei den Services allerdings ein geringeres Wachstum zwischen acht und neun Prozent. Auch das China-Geschäft blieb trotz Zuwächsen hinter höheren Analystenerwartungen zurück, wie «finanzen.ch» berichtet.
Der Geschäftsbericht war der erste grosse Auftritt von John Ternus als Konzernchef. Er hatte am 1. September 2026 die Nachfolge des langjährigen CEO Tim Cook angetreten.
Analyst Gene Munster von Deepwater Asset Management sieht der «XTB» zufolge in KI-fähigen Macs Potenzial für einen mehrjährigen Erneuerungszyklus. Gleichzeitig bezeichnete er die Nachfrageseite als schwierigere Herausforderung.















