Amokfahrt in Leipzig (D): Streit als Auslöser? Täter polizeibekannt

Simon Binz
Simon Binz

Deutschland,

Nach der Amokfahrt in Leipzig mit zwei Toten verdichten sich Motiv-Hinweise: Auslöser soll ein Streit gewesen sein – der Täter war der Polizei bereits bekannt.

Amokfahrt Leipzig
Bei der Amokfahrt in Leipzig starben zwei Personen, drei weitere sind schwerverletzt. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • ei der Amokfahrt in Leipzig wurden eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann getötet.
  • Laut «Bild» soll ein Streit Auslöser für die Tat des 33-Jährigen gewesen sein.
  • Der mutmassliche Täter war bereits vor der Tat polizeibekannt – aber nicht einschlägig.

Nach der Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt vom Montagnachmittag werden neue Details zum mutmasslichen Täter und zu den Opfern bekannt. Ein 33-jähriger Deutscher war mit hohem Tempo durch die Fussgängerzone gerast und hatte zahlreiche Passanten erfasst.

Bei den beiden Todesopfern handelt es sich um eine 63-jährige Frau und einen 77-jährigen Mann – beide deutsche Staatsangehörige. Das bestätigte die Polizei am Abend.

Leipzig Amokfahrt
Der mutmassliche Täter war bei seiner Festnahme auf dem Marktplatz psychisch auffällig. - Screenshot/X

Drei weitere Personen wurden schwer verletzt – die Rede ist ausserdem «von vielen weiteren Verletzten». Insgesamt sind nach Polizeiangaben rund 80 Menschen vom Vorfall betroffen.

War ein Streit der Auslöser?

Auch neue Details zum mutmasslichen Täter wurden am späten Montagabend bekannt. Nach Informationen von «Bild» soll der 33-Jährige demnach als Haustechniker arbeiten, verheiratet und Vater eines Kindes sein. Zudem soll er in einem Leipziger Boxclub als Trainer tätig gewesen sein.

Wie die Polizei mitteilte, wird nach bisherigen Erkenntnissen nicht von einem politischen oder religiösen Motiv ausgegangen. Die «Bild» berichtet von einem Streit, der Auslöser der Tat gewesen sein soll. Genauere Hintergründe sind bisher nicht bekannt.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa und der «Leipziger Volkszeitung» war der 33-Jährige der Polizei ausserdem bereits vor der Tat bekannt – allerdings nicht einschlägig.

Bei seiner Festnahme soll er zudem psychisch auffällig gewesen sein. Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bezeichnete den Mann als «psychisch auffällig».

Staatsanwaltschaft: «Keine Anzeichen für weitere Täter»

Der Verdächtige war am frühen Abend mit einem weissen Auto vom Augustusplatz kommend über den Marktplatz gerast. Dabei hatte er mehrere Menschen angefahren.

Der Täter sei von der Polizei noch im Auto «dingfest gemacht» worden, hiess es seitens der Polizei. Der Mann habe sich widerstandslos festnehmen lassen, er sei in Deutschland geboren und in der Region Leipzig wohnhaft.

Leipzig Amokfahrt
Leipzigs Leitende Oberstaatsanwältin Claudia Laube bekräftigte, man gehe von einer Amoktat aus. - Keystone

Leipzigs Leitende Oberstaatsanwältin Claudia Laube bekräftigte, man gehe von einer Amoktat aus. Es gebe keinerlei Anzeichen für «eine andere Lesart» und auch keine Anzeichen für weitere Täter. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes in zwei Fällen sowie versuchten Mordes in mindestens zwei weiteren Fällen.

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