AfD

    Alphaville spricht sich gegen Songnutzung durch AfD-Anhänger aus

    Marie Augustin
    Marie Augustin

    Deutschland,

    Offenbar haben AfD-Sympathisanten den Song «Forever Young» von Alphaville für Parteiwerbung genutzt. Die Band positioniert sich gegen die Liednutzung.

    AfD Alphaville
    Alphaville mit Sänger Marian Gold will nicht, dass die AfD den Song «Forever Young» nutzt. (Archivbild) - keystone

    Anhänger der AfD sollen offenbar den Song «Forever Young» von Alphaville für Parteiwerbung genutzt haben. Die Band reagierte mit einer Stellungnahme auf Instagram.

    Darin heisst es: «Alphaville wird alles daran setzen, dieser missbräuchlichen Verwendung entgegenzutreten.»

    In dem Post bezeichnet die Band die AfD als «rechtsextremistische Partei» und «faschistoide Vereinigung». Bislang war die Partei vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft worden, wie «T-Online» berichtet.

    Nicht der erste Vorfall von Politisierung

    Weiterhin distanziert sich die Band unter dem Sänger Marian Gold von «den politischen Vorstellungen dieser Partei und ihren Anhängern».

    AfD Alphaville
    Alphaville positioniert sich in einem Statement gegen die AfD. - Instagram /@alphaville.music

    Dass die Werke von Künstlern in der Politik von Parteien genutzt werden, wurde bereits in der Vergangenheit kritisiert: So widersprach zum Beispiel Herbert Grönemeyer einer Verwendung seiner Lieder durch die CDU und die Grünen.

    Damals handelte es sich um den Titel «Zeit, dass sich was dreht», wie «Antenne Münster» erinnert. Unter anderem hatte Robert Habeck das Lied gesummt, als er seine Kanzlerkandidatur verkündete.

    «L'amour toujours» schlug Wellen

    Der wohl deutlichste Fall eines Song-Missbrauchs ereignete sich im Sommer, als AfD-Anhänger zu «L'amour toujours» feierten. Die Partei-Sympathisanten wandelten den Liedtext dabei zu der Zeile «Deutschland den Deutschen, Ausländer raus» ab.

    Bist du ein Fan von Alphaville?

    Infolge wurde das Lied auf diversen grossen Veranstaltungen verboten, obgleich der Künstler Gigi D’Agostino sich ausdrücklich distanzierte: Es handle sich um ein Liebeslied und sei schon immer eines gewesen, sagte er der «Neuen Zürcher Zeitung».

    Bezüglich des ausländerfeindlichen Vorfalls zeigte er sich erschrocken, ebenso über die anschliessenden Verbote.

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    Kommentare

    User #4174 (nicht angemeldet)

    Das heisst sie distanzieren sich nicht zum Krieg und zu Tauruslieferungen

    User #7427 (nicht angemeldet)

    Vor allem Forever Young. Wie sarkastisch. Ganze Generationen sind forever young geblieben, weil sie als junger Mensch von dem Vorfahren der Partei auf die Schlachtfelder geschickt wurden.

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