Für den Umgang des Verteidigungsministeriums und des Auswärtigen Amtes mit Bundeswehr-Ortskräften in Afghanistan gibt es viel Kritik. Dutzende von ihnen haben es nun von Kabul nach Brandenburg geschafft.
Zwei Reisebusse mit denen Ortskräften aus Afghanistan am frühen Morgen auf dem Gelände der DRK-Flüchtlingshilfe. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Zwei Reisebusse mit denen Ortskräften aus Afghanistan am frühen Morgen auf dem Gelände der DRK-Flüchtlingshilfe. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Rund 60 afghanische Ortskräfte und ihre Angehörigen sind in Brandenburg angekommen.

Zwei Busse aus Frankfurt/Main trafen am Morgen in der Erstaufnahme in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) ein.

Es handele sich um Ortskräfte aus Afghanistan mit ihren engsten Angehörigen, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Martin Burmeister. Darunter seien 29 Kinder und Jugendliche. Die ursprünglich für Donnerstagabend geplante Ankunft hatte sich wegen der Registrierung der Menschen erheblich verzögert.

Die Afghanen wurden zunächst mit Essen und Trinken sowie medizinisch versorgt. Sie müssen drei Tage in Quarantäne und sollen voraussichtlich bis Dienstag in Doberlug-Kirchhain bleiben. Dann könnten sie auch in andere Bundesländer verteilt werden.

Die Bundeswehr hatte in dieser Woche damit begonnen, Schutzsuchende aus Afghanistan nach der Machtübernahme durch die militant-islamistischen Taliban in Sicherheit zu bringen. Seit Montag wurden so mehr als 1600 Menschen aus Kabul ausgeflogen.

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