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    Meuthen: «Verachtung für Andersdenkende» in Teilen der AfD

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    Deutschland,

    Und schon wieder ist ein Vorsitzender weg: Wie vor ihm Bernd Lucke und Frauke Petry zieht jetzt auch Jörg Meuthen einen Schlussstrich. Der AfD-Chef fremdelte schon länger mit seiner Partei.

    Nach der Bekanntgabe seines Austritts hat Meuthen der Partei politische Erfolglosigkeit prophezeit. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
    Nach der Bekanntgabe seines Austritts hat Meuthen der Partei politische Erfolglosigkeit prophezeit. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der aus der AfD ausgetretene bisherige Vorsitzende Jörg Meuthen hat Teilen seiner früheren Partei Verachtung gegenüber Andersdenkenden attestiert.

    Besonders erschütternd sei für ihn, «bei nicht ganz wenigen Parteimitgliedern immer wieder eine tiefe, auch verbal artikulierte Verachtung für Andersdenkende wie auch für die etablierten und bewährten Mechanismen der parlamentarischen Demokratie erleben zu müssen», schrieb Meuthen auf Facebook. Der langjährige AfD-Vorsitzende hatte seinen Parteiaustritt am Freitag damit begründet, dass grosse Teile der Partei sich für einen immer radikaleren Kurs entschieden hätten.

    Cotar widerspricht Meuthen

    Die AfD-Bundestagsabgeordnete Joana Cotar sagte im Deutschlandfunk, sie teile die Kritik von Meuthen nicht. «Die Basis, die Meuthen gewählt hat, ist immer noch dieselbe. Der grösste Teil der Partei ist freiheitlich-konservativ». Jeder in der Partei stehe zum Grundgesetz, so Cotar. Man habe die AfD immer versucht in die rechte Ecke zu schieben, um nicht mit der AfD diskutieren zu müssen. Meuthen zählte Cotar lange Zeit zu denjenigen Mitgliedern im Bundesvorstand, die ihn in seinen Bemühungen für einen weniger radikalen Kurs unterstützten.

    Meuthen haderte schon lange mit seiner Partei. Der Volkswirt plädierte in den vergangenen zwei Jahren wiederholt für einen gemässigteren Kurs der AfD. Damit machte er sich Feinde, vor allem in der Rechtsaussen-Strömung um den Thüringer Landeschef Björn Höcke.

    Zuletzt hatte es für Meuthens Vorschläge im Parteivorstand nicht immer Mehrheiten gegeben. So war beispielsweise im August der Versuch gescheitert, den Rauswurf des nordrhein-westfälischen AfD-Bundestagskandidaten Matthias Helferich zu beantragen.

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