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    AfD-Gründungsmitglied Konrad Adam kehrt Partei den Rücken

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    Deutschland,

    Die AfD verliert ein weiteres prominentes Mitglied aus der Anfangsphase der Partei. Konrad Adam hat damals in Oberursel den Saal gemietet, in dem sich die euroskeptischen Parteigründer trafen.

    Publizisten Konrad Adam sieht keine Zukunft mehr für die AfD als «bürgerlich-konservative» Kraft. Foto: picture alliance / Timm Schamberger/dpa
    Publizisten Konrad Adam sieht keine Zukunft mehr für die AfD als «bürgerlich-konservative» Kraft. Foto: picture alliance / Timm Schamberger/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mit dem Publizisten Konrad Adam (78) verlässt nun auch der letzte der drei AfD-Gründungsvorsitzenden die Partei.

    «Am 1. Januar 2021 werde ich nicht mehr Mitglied der AfD sein», sagte Adam der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er sehe keine Zukunft mehr für die AfD als «bürgerlich-konservative» Kraft, begründete er seine Entscheidung.

    Dem Vorsitzenden der AfD-Bundestagsfraktion, Alexander Gauland, warf Adam vor, dieser habe sich immer schützend vor «Rechtsausleger wie Andreas Kalbitz und den Thüringer Landesvorsitzenden Björn Höcke gestellt». Damit habe er dazu beigetragen, dass der Einfluss des Rechtsaussen-Flügels in der Partei stetig gewachsen sei. Ausserdem sei die AfD mit ihrer ablehnenden Haltung in Sachen Umwelt- und Klimaschutz auf einem falschen Weg, kritisierte Adam, der dem hessischen Landesverband angehört.

    Der konservative Journalist gehört zu den Gründungsmitgliedern der AfD. 2013 übernahm er gemeinsam mit Frauke Petry und Bernd Lucke den Parteivorsitz. Lucke verliess die AfD bereits im Juli 2015, nachdem er auf einem von Tumulten geprägten Parteitag in Essen abgewählt worden war. Ihm folgten zahlreiche Mitglieder, die dem wirtschaftsliberalen Flügel zugerechnet wurden. Adam scheiterte damals mit seiner Kandidatur für den Posten des Beisitzers.

    Zuletzt war er nur noch in der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung aktiv, die von der ehemaligen CDU-Abgeordneten Erika Steinbach geleitet wird, und deren Ehrenvorsitzender er noch ist. Petry hatte die AfD im Herbst 2017 verlassen. Dem Bundestag gehört sie seither als fraktionslose Abgeordnete an.

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