AfD triumphiert in Sachsen-Anhalt – CDU stürzt ab
Die AfD gewinnt die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt deutlich. Laut erster Prognose kommt sie auf 44,5 Prozent und verdoppelt damit ihr Ergebnis.

Das Wichtigste in Kürze
- Die AfD kommt laut erster Prognose auf 44,5 Prozent.
- Die CDU stürzt auf lediglich 18,5 Prozent ab.
- Linke und Grüne erreichen jeweils rund neun Prozent.
- Das BSW muss mit 5,0 Prozent um den Einzug zittern.
Politisches Beben in Sachsen-Anhalt: Die AfD wird bei der Landtagswahl mit grossem Abstand stärkste Kraft.
Laut der ersten ARD-Prognose von Infratest dimap kommt die Partei von Spitzenkandidat Ulrich Siegmund auf 44,5 Prozent.
Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze erreicht dagegen nur noch 18,5 Prozent.
AfD verdoppelt Ergebnis
Damit legt die AfD gegenüber der Landtagswahl 2021 massiv zu. Damals hatte sie 20,8 Prozent der Stimmen erreicht.
Die CDU stürzt dagegen regelrecht ab. Vor fünf Jahren war sie mit 37,1 Prozent noch klar stärkste Kraft geworden.
Die Linke erreicht laut erster Prognose 9,5 Prozent, die Grünen kommen auf 9,0 Prozent. Die SPD landet bei 8,0 Prozent.
Das BSW liegt mit genau 5,0 Prozent auf der entscheidenden Hürde. Die FDP kommt lediglich auf 2,0 Prozent.
AfD erstmals stärkste Kraft
Für die AfD ist das Ergebnis historisch: Erstmals wird die Partei bei einer Landtagswahl in Sachsen-Anhalt stärkste Kraft.
Ob Spitzenkandidat Ulrich Siegmund tatsächlich Ministerpräsident werden kann, ist allerdings völlig offen.
Die CDU hat eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen. Entscheidend für mögliche Mehrheiten wird zudem sein, ob das BSW den Einzug in den Landtag schafft.
Auch eine absolute Mehrheit der AfD lässt sich aus der Prognose noch nicht ableiten. Dafür ist die spätere Sitzverteilung entscheidend.
Siegmund sieht «klaren Regierungsauftrag»
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund wertet das Ergebnis als klaren Regierungsauftrag für seine Partei.
«Wir haben in diesem Land Geschichte geschrieben», sagt er nach der ersten Prognose.
Zugleich streckt er nach eigenen Worten die Hand nach anderen politischen Kräften aus – allerdings nur an jene, die mit ihm eine «klare politische Wende» mittragen wollten.
Derzeit sehe er solche Partner jedoch nicht.
Siegmund macht zudem deutlich, dass er für eine Regierungsbeteiligung keine inhaltlichen Zugeständnisse machen will. Ein «Verbiegen der eigenen Werte für Machtoptionen» werde es mit ihm nicht geben.
Vor der Wahl hatte Siegmund erklärt, die AfD wolle nur mit absoluter Mehrheit regieren.
Ob sie diese bei den Mandaten tatsächlich erreicht, ist derzeit noch offen. Entscheidend ist unter anderem, welche kleineren Parteien den Einzug in den Landtag schaffen.














