Stefan Mross kämpft bei letzter ARD-Show mit den Tränen
Nach 21 Jahren verabschiedet sich Stefan Mross von seiner ARD-Show. Beim grossen Finale wird der Moderator mehrfach von seinen Gefühlen überwältigt.

Das Wichtigste in Kürze
- Stefan Mross moderierte heute zum letzten Mal «Immer wieder sonntags» live.
- Nach 21 Jahren und 291 Sendungen ist für den Moderator Schluss.
- Zahlreiche Weggefährten überraschten den 50-Jährigen zum Abschied.
- Mehrfach konnte Mross seine Tränen nicht zurückhalten.
Es ist ein Abschied, der Stefan Mross (50) sichtbar schwerfällt. Nach 21 Jahren stand der Moderator am Sonntag zum letzten Mal live für «Immer wieder sonntags» auf der Bühne.
Pünktlich um 10.03 Uhr eröffnet er die Sendung wie gewohnt mit dem Titelsong. Doch schon zu Beginn ist klar: Dieser Sonntag wird anders als alle zuvor.
Mross spricht von einer «Ehre» und bedankt sich bei seinem Publikum. Insgesamt hat er seit 2005 durch 291 Ausgaben der ARD-Show geführt.
Stefan Mross kommen die Tränen
Lange hält die Fassade allerdings nicht. Als das Volksmusik-Duo Sigrid & Marina auf der Bühne steht, wird es erstmals richtig emotional.
Die beiden wollen von Mross wissen, welcher Moment aus all den Jahren ihm besonders in Erinnerung geblieben sei.

Seine Antwort: ausgerechnet dieser letzte Tag. «Das werde ich in meinem Leben nie vergessen», sagt der Moderator. Kurz darauf läuft ein Zusammenschnitt mit Höhepunkten aus vergangenen Jahren – und Mross kämpft mit den Tränen.
Auch Semino Rossi (64) sorgt für einen emotionalen Moment. «Ich glaube, dass du wiederkommst», macht der Sänger seinem Kollegen Mut.
Als Rossi anschliessend «La Paloma» auf der Gitarre anstimmt, ahnt Mross bereits, was passiert: «Mach das nicht. Da muss ich wieder heulen.»
Ex-Frau Stefanie Hertel kommt zum Abschied
Eine besondere Überraschung wartet mit Stefanie Hertel (47) auf ihn. Mross und die Sängerin waren 16 Jahre ein Paar und von 2006 bis 2012 verheiratet. Gemeinsam haben sie eine Tochter.
Hertel bezeichnet «Immer wieder sonntags» beim Abschied als «ein Stück Heimat». Die Sendung habe sich angefühlt wie ein Zuhause.

Auch Vanessa Mai (34) erinnert sich daran, wie wichtig Mross für ihre Karriere gewesen sei. Sie hatte früh einen grossen Auftritt in seiner Sendung.
«Ohne dich würde es mich nicht geben», sagt die Schlagersängerin zu ihm.
Andrea Kiewel meldet sich aus dem «Fernsehgarten»
Sogar die sonntägliche TV-Konkurrenz schaltet sich ein: Andrea Kiewel (61) meldet sich live aus dem ZDF-«Fernsehgarten».

Mross betont, dass sich die beiden trotz konkurrierender Sendungen nie als Rivalen gesehen hätten. Kiewel nimmt den Abschied mit Humor und erzählt, Mross sei der Einzige, der sie «meine Grosse» nenne.
Für eine weitere Überraschung sorgen Marianne und Michael. Das Volksmusik-Duo unterbricht für Mross sogar seinen Ruhestand und kommt ins Europa-Park-Studio.
Am Ende hält Stefan Mross nicht mehr durch
Die härtesten Minuten kommen ganz zum Schluss. Mross entscheidet sich für «Servus, pfüati Gott und auf Wiedersehen». Ein Lied, das er früher mit seinem verstorbenen Mentor Karl Moik sang.
Noch einmal läuft er singend durch sein Publikum. Danach holt er Freundin Eva Luginger (38) zu sich auf die Bühne.

Mross fehlen schliesslich die Worte. «Eigentlich wollte ich die letzten 30 Sekunden noch irgendetwas sagen, aber mir fällt nichts mehr ein», gesteht er.
Dann bleibt nur noch eines: «Das wichtigste Wort ist einfach: Dankeschön!» Konfetti fällt von der Decke, Mross hat Tränen in den Augen.
Aus finanziellen und strategischen Gründen ist Schluss
«Immer wieder sonntags» läuft seit 1995. Mross übernahm die Moderation zehn Jahre später. Der SWR und die ARD haben beschlossen, das Format ab 2027 nicht mehr fortzuführen.

Als Gründe nennt der Sender finanzielle und strategische Überlegungen. Trotz des Aus erreichte die Sendung zuletzt im Schnitt rund 1,6 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer.
Ganz vorbei ist «Immer wieder sonntags» im Fernsehen allerdings erst nächste Woche: Am 13. September zeigt die ARD noch eine Best-of-Ausgabe.
















