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    Abgeordnete warnen vor Russland-Spionage durch die AfD

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    Deutschland,

    Die AfD plädiert für engere Beziehungen zu Moskau. Wie weit reichen informelle Kontakte? Kritiker sehen die Rechts-aussen-Partei als Sicherheitsrisiko.

    Höcke
    Björn Höcke von der AfD. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Grüne-, FDP- und Unionspolitiker schlagen Alarm wegen möglicher Spionageaktion der AfD.
    • Es gebe Hinweise, dass die russische Botschaft AfD-Inhalte verbreite.
    • Roderich Kiesewetter: AfD wirke «in Deutschland als verlängerter Arm Russlands».

    Politiker von Grünen, FDP und Union warnen vor einer Unterwanderung demokratischer Institutionen und Spionage durch Abgeordnete der AfD. «Für die AfD ist die Alternative für Deutschland das autokratische Russland», erklärte der Grünen-Politiker Konstantin von Notz. «Es steht zu befürchten, dass die Nähe auch von Mandatsträgern der AfD zu den Diktaturen wie Russland, China, Syrien und Nordkorea nicht nur eine ideologische ist.»

    Abgeordnete seien auch ohne Sicherheitsüberprüfungen berechtigt, mit geheimhaltungsbedürftigen Informationen umzugehen. Das erklärte von Notz weiter, der stellvertretender Fraktionschef und Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums ist. Das betreffe nicht nur den Verteidigungsausschuss, sondern weitere Ausschüsse und Gremien des Bundestags – «auch mit Hinblick auf eventuelle Spionagetätigkeit».

    «Spionage insofern nicht ausgeschlossen»

    Der CDU-Verteidigungspolitiker Roderich Kiesewetter erklärte, die AfD wirke «in Deutschland als verlängerter Arm Russlands» und als Instrument der hybriden Kriegsführung. «Es ist nicht ausgeschlossen, dass auch Abgeordnete oder deren Mitarbeiter, die Zugang zu sicherheitsrelevanten Informationen haben, solche Informationen weitergeben.»

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    Zudem gebe es Hinweise, dass die russische Botschaft AfD-Inhalte verbreite. «Eine mögliche Spionage ist insofern nicht ausgeschlossen und kann nur durch Sensibilisierung und Prüfung der Nachrichtendienste verhindert oder unterbunden werden», sagte Kiesewetter.

    Zuerst hatte das «Handelsblatt» berichtet. Aktueller Hintergrund ist unter anderem die Einstufung der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative als gesichert rechtsextreme Bestrebung. Mehrere Politiker anderer Parteien hatten Bedenken gegen die Mitgliedschaft des JA-Vorsitzenden Hannes Gnauck im Verteidigungsausschuss geäussert. Die AfD-Bundestagsfraktion nahm auf Anfrage zunächst nicht Stellung.

    «Sicherheit unseres Landes gefährdet»

    Die Ausschussvorsitzende Marie-Agnes Strack-Zimmermann richtete vergangene Woche an Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) die Bitte, sich der Sache anzunehmen.

    «Die Ausschussmitglieder erhalten Kenntnis über sensible Sachverhalte, zu denen Extremisten keinesfalls Zugang haben dürfen.» So heisst es in einem Schreiben der FDP-Politikerin, über das ebenfalls das «Handelsblatt» berichtete und das der dpa vorliegt. Zwar fehlten einfache Lösungsansätze. Doch sei «die Sicherheit unseres Landes gefährdet».

    Alice
    AfD-Aushängeschild Alice Weidel bei einer Rede. - keystone

    Der «Spiegel» hatte Anfang Februar gemeldet, dass der AfD-Bundestagsabgeordnete Eugen Schmidt sich von einem Mitarbeiter getrennt habe. Dieser soll als prorussischer Aktivist gegolten haben. Grünen-Politiker von Notz verwies darauf, dass es auch im Fall mutmasslicher Russland-Spionage eines in Berlin angeklagten BND-Mitarbeiters Berührungspunkte zur AfD gegeben habe. «Auch entsprechende Reisetätigkeiten werfen immer wieder schwerwiegende Fragen auf», sagte von Notz.

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